William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXXXVII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXXXVII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 46
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Leb’ wohl, du bist zu hold, mir zu gehören!
Nur gar zu bald wirst du dich selbst erkennen,
Das Vorrecht deines Werths wird dich belehren,
Daß Pflichten gegen mich nicht dauern können.

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Wie halt’ ich dich, fügt sich nicht selbst dein Wille?

Wie könnt’ ich solche Schätze mir erstreben?
Mir fehlt der Werth für solcher Gaben Fülle,
Mein Anspruch kehrt zurück, wie er gegeben.
Dich selbst erkennend gabst du dich mir eigen,

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Den überschätzend, dem du dich verliehen,

Und wie aus Mißverstand der Liebe Zeichen
Entsproßten, läßt Erkenntniß sie verblühen.
    So hielt ich dich, als ob ein Traum mir lachte,
    Im Schlaf ein Fürst, entthront als ich erwachte.

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