William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXXXVIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXXXVIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 46
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Wenn es dein Wille ist, mich zu verschmäh’n,
Mit Hohnes Auge mein Verdienst zu messen,
Dann werd’ ich kämpfend dir zur Seite steh’n,
Vertheid’gen deinen Schwur, den du vergessen.

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Am besten meiner Schwächen mir bewußt,

Zu deinen Gunsten will ich dir enthüllen,
Wie heimlich ich gehegt der Sünde Lust:
Daß Ruhm erwächst dir unsrer Trennung willen.
Doch wird auch mir Gewinn davon zu Theil,

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Daß dir allein mein Sinn ist zugekehret:

Gereicht mein Selbstverdammen dir zum Heil,
Dann wird zwiefacher Lohn auch mir gewähret.
    So lieb’ ich, so gehöre ganz ich dir,
    Daß für dein Recht ich dulde Ungebühr.

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