William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett V

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett V.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 5
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Die Stunden, die mit holder Kunst das Bild
Gezaubert, das gern aller Augen seh’n,
Die werden, von Tyrannenhaß erfüllt,
Dem selbst die Schönheit rauben, was so schön.

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Denn rastlos führt den Sommer fort die Zeit

Zum bösen Winter, und verdirbt ihn dort.
Frost hemmt den Saft, die Schönheit ist beschneit;
Nackt ist der Baum, die Blätter schwanden fort.
Drum bliebe nicht zurück des Sommers Kraft,

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Ein flüss’ger Gefangener in Glas gebannt,

So wär’ der Schönheit Schönheit selbst entrafft,
Sie selbst blieb’ nicht und würde nie genannt.
    Den Blumen doch, berührt vom Winter kalt,
    Fehlt nur die Form, und fort lebt ihr Gehalt.

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