William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett VII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett VII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 6
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Sieh’, wenn das Licht im Osten hebt so mild
Sein Flammenhaupt, gern niedre Augen weihn
Verehrung seinem neuen Zauberbild,
Mit Blicken dienend seinem heil’gen Schein.

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Und wenn’s erstiegen hat des Himmels Höh’n,

Dem Jüngling gleich von kühner Heldenart,
Verehren doch noch Augen es als schön,
Nachstaunend seiner goldnen Pilgerfahrt.
Doch wenn sein Wagen müde niederfährt,

10
Und flieht, dem schwachen Alter gleich, der Tag,

Sind früher fromme Augen abgekehrt: –
Das Ziel des Laufes Niemand schauen mag.
    So du, dich selber überschreitend schon,
    Stirbst unbeachtet, bleibt dir nicht ein Sohn.

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