William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett VIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett VIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 6
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Musik zu hören! Warum macht’s dich traurig?
Sanft kriegt mit sanft nicht, Lust an Lust sich hält.
Warum liebst du, was dich ergreift so schaurig?
Warum suchst du das, was dir nicht gefällt?

5
Wenn holde Tön’, im Einklang sanft und rein

Zum Lied vermählt, beleidigen dein Ohr,
So schelten sie nur süß dich, daß allein
Du schad’st der Rolle, die dir steht bevor.
Sieh’, wie die Saiten sanft verschmolzen sind,

10
In wechselseit’gem Anklang jede klingt;

Wohl gleichen Vater, Mutter sie und Kind,
In jeder jede holde Weisen singt,
    Die viele zwar, doch eins nur – lehrt der Schein –
    Dir stets zusingen: Nichts giltst[1] du allein.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Im Original: gilst
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