William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XVIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XVIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 11
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Soll ich vergleichen dich dem Sommertag?
Nein, nicht so lieblich ist er und so mild;
Wie oft der Sturm des Frühlings Knospen brach,
Und Sommer weilt nur flüchtig im Gefild!

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Oft scheint des Himmels goldnes Aug’ zu heiß,

Oft trübet sich sein strahlend Angesicht,
Und wie oft schwindet seiner Schönheit Preis,
Wenn Zufall oder die Natur sie bricht!
Doch nie ein Ende deinem Sommer droht,

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Verlust des Schönen nie, was dir gehört;

Dich zu umschatten, rühmt sich nie der Tod,
Wenn du in ew’gen Liedern wirst verklärt;
    So lang’ ein Athem weht, ein Auge sieht,
    Lebt und verleiht dir Leben dieses Lied.

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