William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XXVIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XXVIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 16
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Wie kann ich wiederkehren doch in Pracht,
Da mir des Schlummers nöth’ge Wohlthat fehlt,
Wenn Tages Leiden lindert nicht die Nacht,
Und Nacht den Tag, die Nacht der Tag stets quält?

5
Und beide, ob sie gleich sich Feinde nennen,

Vereinigen zu meiner Qual sich doch,
Durch Müh’ der ein’, der andre lehrt mich kennen,
Wie ich mich müh’, dir stets entfernter noch.
Dem Tag zu Ehren, sag’ ich: du bist schön!

10
Und wenn ihn Wolken schmäh’n, du zierest ihn;

Die Gunst der schwarzen Nacht mir zu erfleh’n
Sag’ ich: du schmückst sie, wenn nicht Sterne glüh’n.
    Doch täglich zieht der Tag den Kummer länger,
    Und nächtlich läßt die Nacht ihn scheinen strenger.

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