William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XXXIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XXXIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 19
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Wohl manchen schönen Morgen sah ich glüh’n,
Mit königlichem Auge Berge grüßen,
Küssend mit goldnem Blick der Wiesen Grün,
Mit Himmelszauber Gold auf Ströme gießen;

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Doch bald verhüllten niedre Wolken ihn,

In eklem Schleier bergend sein Gesicht,
Die der verlornen Welt sein Bild entzieh’n,
Bis westwärts schmählich sich verbirgt sein Licht;
So schien nur kurzen Morgen mir die Sonne

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Mit hehrem Strahlenglanze um das Haupt;

Doch ach! nicht lange freut’ ich mich der Wonne,
Ein nah’ Gewölk hat sie mir jetzt geraubt.
    Doch tadelt sie darum nicht meine Liebe,
    Wie Himmelsglanz wird Glanz der Erde trübe.

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