William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CVII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CVII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 56
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Google und Scan auf Commons
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Nicht eigne Furcht, nicht das Prophetendichten
Der weiten Welt, die Zukunftsträume nährt,
Kann meiner treuen Liebe Bund vernichten,
Als ob mein Recht auf Frist mir nur gewährt.

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Der bleiche Mond, er konnt’ Verfinsterung höhnen,

Der Augur[1] glaubt nicht an sein trübes Wort;
Als sicher wird Unstetes sich nun krönen,
Des Friedens Oelzweig grünt uns ewig fort.
Nun, in den Tropfen dieser Balsamzeit,

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Blüht meine Lieb’, ist Tod mir unterthan,

Mir leiht mein arm Gedicht Unsterblichkeit,
Wenn er durch stumme Horden lenkt die Bahn.
     Dein Denkmal soll in diesem überdauern
     Tyrannenprunk und ehrne Grabesmauern.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Siehe Augur in der Wikipedia.