William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXV

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXV.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 60
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bohn
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Google und Scan auf Commons
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Es lügt das Wort, das einst ich dir geschrieben:
„Nie könnte heißer meine Liebe sein!“
Ich wüßte nicht, welch Grund mir sei verblieben,
Daß meine Flamme glüh’ mit hellerm Schein.

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Doch wenn die Zeit, an Zufallslaunen reich,

Gelübde bricht und fürstlich Machtgeheiß,
Schönheit zerstört, das Spröde machet weich,
Und starren Sinn entführet dem Geleis:
Ach! soll ich, fürchtend die Gewalt der Zeit,

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Denn sagen nicht: „Nun lieb’ ich dich zumeist!“

Versichert ihrer Unbeständigkeit,
Nicht krönen heut’, was Morgen mir entreißt?
     Lieb’ ist ein Kind, es hört auf Schmeichelwort,
     Durch Reden leicht gedeiht es fröhlich fort.