William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXXIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 64
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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[64]

Nie rühme meines Wechsels dich, o Zeit!
Bau’ Pyramiden auf in neuer Pracht,
Für mich sind sie auch keine Neuigkeit,
Nur altes Werk, in neue Form gebracht.

5
Beschränkt ist unser Ziel, und daher staunen

Wir an, was Alles du uns zugewandt,
Als ob du es geschaffen unsern Launen;
Statt uns zu sagen, daß es längst bekannt.
Dir so wie deinen Büchern trau’ ich nicht,

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Jetzt und die Vorzeit scheint nicht wunderwerth;

Mein Auge selber lügt wie dein Bericht,
Durch deine Hast vermindert und vermehrt.
    Doch dies gelob’ ich, daß es ewig sei:
    Trotz dir und deiner Hippe bleib’ ich treu.