William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXXI

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXXXI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 68
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
De William Shakspeare's sämmtliche Gedichte 068.jpg
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]


[68]

Tyrannisch bist du, jenen Andern gleich,
Die ihre Schönheit stolz und grausam macht;
Du weißt es wohl, in meines Herzens Reich
Stehst höher du als des Juweles Pracht.

5
Doch, glaub’ mir, Viele sagen, die dich schau’n,

Zum Seufzen könntst du Liebe nicht bethören;
Zu widersprechen darf ich mir nicht trau’n,
Wenn ich’s auch gegen mich selbst dürft’ beschwören;
Und falsch nicht kann man meinen Eid wohl heißen,

10
Da tausend Seufzer, die der Wahn erregt:

Dein Antlitz ruh’ an Andrer Brust, beweisen,
Welch Werth mein Herz auf deine Mängel legt.
    Nichts zeigt sich schwarz an dir, wenn nicht dein Thun,
    Dein böser Leumund mag darauf beruh’n.