William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 28
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Quelle: Scan auf Commons
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Dem Reichen gleich’ ich, der mit Schlüssels Kraft
Des theuern Schatzes Truhe sich erschließet,
Doch nicht durch viel Beschauen sie erschlafft,
Die Lust, die seltner er, so mehr genießet.

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Drum herrlich ist ersehnten Festes Feier,

Die spärlich trifft des langen Jahres Reih’;
Wie Steine dünn gesäet, daß mehr theuer
Des Halsgeschmeids Juwel dem Anblick sei.
So wahrt die Zeit dich mir in ihrer Hülle,

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Wie Festgewand wohl birgt der sichre Schrein;

In schöner Stunde mag Genusses Fülle
Gefangne Lust aus neid’scher Haft befrei’n.
    Heil dir, deß Ruhm, besitzt man dich, gewährt
    Triumph – und Hoffnung, wenn man dich entbehrt!