William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 37
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Quelle: Google Books
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Sei nicht erzürnt darob, daß sie dich höhnen,
Stets war’s das Edle, was der Neid umschleicht;
Verdacht erst zeigt den reinen Glanz des Schönen,
Der Krähe gleich, die in den Aether steigt.

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Sei gut, so hebt der Leumund nur die Würde,

Vor der die Huldigung der Mitwelt liegt.
Nagt gleich der Wurm gern an der Knospen Zierde,
Doch seh’n wir nicht, daß deine Blüthe siecht.
Du gingst durch die Gefahr der Jugendtage

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Meist ohne Kampf und immer ohne Fall.

Bei diesem Ruhm, der dir gehört, ertrage
Die Schmähsucht, die ihm nachkriecht überall;
    Denn ließe je der Neid ab, dich zu schwärzen,
    Du Einz’ger wärst der König aller Herzen.