William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 12
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Quelle: Scan auf Commons
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Ein Frau’ngesicht gemalt von der Natur
Hast du, o Meister-Meistrin meiner Lust;
Ein zartes Frauenherz, das nie die Spur
Von Falschheit kannte, schlägt in deiner Brust;

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Und hellre Augen ohne falschen Blick,

Vergoldend Alles, was sie sich betrachten;
Der Farbe Glanz gewähret dir das Glück,
Daß Männer nach dir schau’n und Frauen schmachten.
O ganz gewiß, wärst du als Frau geboren,

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Mußt’ nicht für dich selbst die Natur erglühen;

Und so warst du durch sie für mich verloren,
Da, neidisch mir, zu viel sie dir verliehen.
    Doch schuf sie dich, den Frauen zu genügen,
    Sei mein die Liebe, ihnen das Vergnügen.