Zola † (Kämpchen)

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Autor: Heinrich Kämpchen
Titel: Zola †
Untertitel:
aus: Was die Ruhr mir sang, S. 125-126
Herausgeber:
Auflage: k. A.
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1909
Verlag: Hansmann & Co.
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Erscheinungsort: Bochum
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[125] Zola †.

Zola ist tot! –
Vom Seinestrande
Traf uns die Kunde
Wie Dolchesstoß. –

5
Der große Zola,

Der Held so gewaltig,
Stieg nieder zum Hades,
In’s Reich der Seelen.
Erlauchte Schatten

10
Der Dichter-Titanen

Empfangen, geleiten
Den großen Toten.

Shakespeare, der Brite,
Voran dem Zuge,

15
Heißt ihn willkommen.

Dann winkt ihm Hugo,
Der edle Hugo,
Und beide wandeln,
Abseits den andern,

20
Auf Sammetwiesen

Von Asphodelos. –

Wie Siegfried sank
Von Hagens Hand,
Sank Zola der Riese. –

25
Urplötzlich, furchtbar,

Ohn’ jede Ahnung,
Traf ihn das Schicksal –
Arglos im Schlafe
Gemordet hat ihn

30
Der nimmersatte,

Tückische Würger. –

Wer war Zola?
Zola war Freiheit!
Zola war Licht!

35
Der Schwachen Hort!

Der Lüge Henker!

[126] Ein Schwert war Zola,
Ein Schwert des Rechtes!
Zola war Rächer,

40
Rächer und Retter –

Und mehr, viel mehr noch!
Das ist die Antwort. –

Wo Menschen wohnen,
Die nicht Barbaren –

45
Sie kennen Zola,

Sie lieben Zola,
Sie tragen Leid. –

Wir tragen Leid
Um ihn, um uns. –

50
Denn er war unser,

Uns zugesellet,
Dem Heer der Kämpfer. –
Wir tragen Leid. –