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1. Tafellied zum 20. Stiftungsfeste des Erzgebirgischen Gartenbauvereins

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: P.
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Titel: Tafellied zum 20. Stiftungsfeste des Erzgebirgischen Gartenbauvereins am 13. November 1879
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Erscheinungsdatum: 1879
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Erscheinungsort: Chemnitz
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Quelle: Stadtbibliothek Chemnitz, 2 H 1415
Kurzbeschreibung: Tafellied
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Eintrag in der GND: 5120093-4
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[1]
Tafellied


zum
20. Stiftungsfeste


des


Erzgebirgischen Gartenbauvereins


am 13. November 1879.




1.


Zu singen nach bekannter Melodie.

Schier zwanzig Jahre bist Du alt,
     Erzgebirg’scher Gartenbauverein.
Du hast blühend Dich entfaltet,
Groß und kräftig Dich gestaltet,
     Und so mag’s auch ferner sein.

Dein Vater Klensky, der zog fort
     In’s ferne Ungarnland;
Doch sein Herz ist Dir geblieben,
Hat er Dir nicht oft geschrieben,
     Manchen Liebesgruß gesandt?

Die Pathen Baunack, Müller und
     Richter sind noch hier;
Sie bleiben Dir treu ergeben
Und werden, so lange sie noch leben,
     Dich behüten für und für.

Als zweiter Vater fandest Du
     Den Doctor Zimmermann,
Der hält Dich in seinen Armen
Und hat stets mit Dir Erbarmen,
     Weil’s ja Keiner besser kann.

[2]

Elf lange Jahre hat er Dich
     Mit sichrer Hand geführt,
Hat viel Ruhm und Ehre Dir erworben,
Deinen guten Namen unverdorben
     Bis zum heut’gen Tage conservirt.

Die Andern, die ihm beigesellt,
     Das sind auch gewissenhafte Leut’;
Seidel führt für Dich ganz flott die Feder,
Pabst ist regelmäßig sein Vertreter,
     Wenn die Noth es ihm gebeut.

Herr Bader täglich denkt und sinnt,
     Wie Dein Geist zu fördern sei;
Er giebt Dir viel hochgelehrte Bücher,
Und so wirst Du immer, immer klüger,
     Es ist wahrlich keine Schmeichelei.

Herr Kayser führt die Casse Dir,
     Denn Du hast Moneten ja wie Heu;
Er treibt Dir die massenhaften Steuern ein,
Tritt die Schuldner unverdrossen groß und klein,
     Und Du befind’st Dich wohl dabei.

Doctor Maret bei den Sachen bleibt
     Als Dein Custos, treuer Wächter, Hort,
Den Bestand er jährlich sehr vermehret,
Was zu schenken er Niemandem verwehret,
     Immer fegt er Staub und Motten fort.

So bist, Verein, Du treu bewahrt,
     Drum schau’ nur lustig d’rein;
Noch viele Jahre magst Du leben,
Als Mann das Höchste nur erstreben,
     Erzgebirg’scher Gartenbauverein.
 P.



Druck von J. W. Geibel in Chemnitz