ADB:Ludwig, Karl Friedrich Ernst

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Artikel „Ludwig, Karl Friedrich Ernst“ von Franz Brümmer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 19 (1884), S. 601–602, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ludwig,_Karl_Friedrich_Ernst&oldid=3129137 (Version vom 22. Mai 2018, 12:09 Uhr UTC)
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Ludwig: Karl Friedrich Ernst L., geb. am 24. Juli 1773 zu Kranichfeld im Herzogthum Meiningen, wo sein Vater Amtscommissär war, besuchte das Gymnasium in Gotha, wo er im Hause des ihm wohlwollenden Professors Schlichtegroll wohnte, und studirte darauf in Jena. Hier traf ihn das harte Loos, seinen Vater auf eine unglückliche Weise zu verlieren, und lag ihm nun die [602] Sorge für Mutter und Geschwister ob, die er nach Kräften zu unterstützen strebte. In den neunziger Jahren begleitete er als Erzieher die Söhne des Grafen von Löwenstein-Wertheim und des Gesandten v. Zwanziger in Nürnberg auf die Universität Jena, trat nach Beendigung der akademischen Jahre seiner Zöglinge als Privatsecretär in die Dienste des Herrn v. Zwanziger und später in gleicher Eigenschaft in die des Herrn v. Thümmel in Gotha. Diese Verhältnisse bewirkten 1799 seine Ueberführung in den Staatsdienst, zuerst als Kammerregistrator, später als Kammerverwalter mit dem Titel eines herzoglichen Rathes in Altenburg. Im J. 1820 bei den neuen Einrichtungen des Staates entlassen, siedelte er nach Dresden über, wo er sich ausschließlich der Litteratur und Kunst widmete und im Umgange mit Tieck, Tiedge, Winckler und Krause angenehme Jahre verlebte. Er folgte dann einem Rufe als Redacteur einer politischen Zeitung nach Bremen und ging nach drei Jahren nach Hamburg, um die Redaction der Adreß-Comptoir-Nachrichten und später die des litterarischen Beiblatts zur „Börsenhalle“ zu übernehmen. Nach zehnjähriger Arbeit an diesem Blatte trat er davon zurück. Er starb am 19. December 1846. Für seine „Geschichte der letzten 50 Jahre“ (5 Bde. 1832–34) erhielt er von der Universität Jena die Würde eines Doctors der Philosophie. Von seinen sonstigen Schriften sind noch zu erwähnen „Das Menschenleben in Dichtungen gebundener und ungebundener Rede“ (1821) und „Gebilde der Phantasie für Geist und Herz“ (Gedichte, 1836).

Neuer Nekrolog, Jahrg. 24, S. 843 ff. – Lexikon Hamb. Schriftsteller, IV. S. 570.