ADB:Adolf Friedrich I.

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Adolf Friedrich I., Herzog von Mecklenburg-Schwerin“ von Ludwig Fromm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 119–120, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Adolf_Friedrich_I.&oldid=- (Version vom 16. September 2021, 22:47 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Adolf Friedrich II.
Band 1 (1875), S. 119–120 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Adolf Friedrich I. (Mecklenburg) in der Wikipedia
GND-Nummer 100014704
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|119|120|Adolf Friedrich I., Herzog von Mecklenburg-Schwerin|Ludwig Fromm|ADB:Adolf Friedrich I.}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100014704}}    

Adolf Friedrich I., Herzog von Mecklenburg-Schwerin, geb. 15. Dec. 1588, Sohn des Herzogs Johann VII. und der Sophie, Herzog Adolfs von Holstein Tochter, regierte seit 16. April 1608 gemeinschaftlich mit seinem Bruder Johann Albrecht II. in Mecklenburg-Schwerin, seit 22. Juli 1610 auch in Güstrow. Landestheilung 1621: ersterer erhielt Mecklenburg-Schwerin. Beide traten 1623 dem Defensiv-Bündniß der niedersächsischen Kreisstände bei, [120] suchten sich im Kriege neutral zu verhalten, unterstützten aber heimlich die dänischen Truppen des Königs Christian, wurden deshalb von den Kaiserlichen unter Tilly nach dem Siege bei Lutter als Feinde behandelt. 19. Jan. 1628 stellte der Kaiser auf dem Schlosse Brandis in Böhmen eine Urkunde aus, durch welche er die Herzoge ihres Landes entsetzte und Wallenstein zunächst unterpfändlich, am 16. Juni 1629 erblich mit demselben belehnte. Im Mai 1628 verließen sie, von jenem gedrängt, das Land, in welches sie nach seinem Sturze im Mai 1631 mit Hülfe der schwedischen Truppen zurückkehrten. Sie mußten den Schweden hierfür vorläufig Wismar mit der Insel Poel und dem Amte Neukloster und Warnemünde abtreten, welche Landestheile, außer Warnemünde, dieselben definitiv durch den westphälischen Frieden 1648 erhielten, wogegen Herzog A. Fr. in den Besitz der Bisthümer Schwerin und Ratzeburg, als nun weltlicher Fürstenthümer, und der Johanniter-Comthurei Mirow gelangte. Er starb am 27. Febr. 1658.

Tagebuch des Herzogs Adolf Friedrich 1611–47 (Mscrpt. im großh. Archiv zu Schwerin) im Auszuge gedr. in v. Lützow, Meckl. Gesch. III. S. 148 und Meckl. Jahrb. XII. S. 59.