ADB:Albrecht, Eduard

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Albrecht, Eduard“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 45 (1900), S. 742, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albrecht,_Eduard&oldid=- (Version vom 24. September 2019, 09:21 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 45 (1900), S. 742 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Oktober 2009, suchen)
GND-Nummer 135537045
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|45|742|742|Albrecht, Eduard|Julius Pagel|ADB:Albrecht, Eduard}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135537045}}    

Albrecht: Heinrich Wilhelm Eduard A., Professor der Zahnheilkunde an der Universität zu Berlin, daselbst am 2. September 1823 als Sohn eines Zahnarztes geboren und von 1843 bis 1847 zum Arzt ausgebildet, erlangte hier 1847 die Doctorwürde und beabsichtigte dann in seiner Vaterstadt die medicinische Praxis zu treiben. Durch seinen Jugend- und Studienfreund, den berühmten Augenarzt Albrecht v. Graefe angeregt, wendete er sein Interesse der Zahnheilkunde zu und eröffnete im September 1855 in Berlin die erste Klinik für Zahn und Mundkrankheiten in Deutschland. Albrecht’s Arbeiten, die als Studienergebnisse des Materials der Anstalt erschienen: „Die Krankheiten der Zahnpulpa“ (Berlin 1858) und „Die Krankheiten der Wurzelhaut der Zähne“ (1860) verschafften seinem Institute einen großen Ruf. 1861 habilitirte sich A. gleichzeitig als Docent für sein Specialfach an der Universität und bewirkte sowohl durch seine wissenschaftliche wie seine praktische Thätigkeit, daß die von ihm vertretene Zahnheilkunde als vollberechtigte, den übrigen Sonderzweigen der Heilkunde ebenbürtige Wissenschaft Anerkennung fand, wozu auch seine berühmte zweibändige „Klinik der Mundkrankheiten“ (1862–1872) nicht wenig beigetragen hat. A. wurde 1867 sogar zum außerordentlichen Professor ernannt und 1880 aus Anlaß des 25jährigen Jubiläums seiner Klinik sehr gefeiert, u. a. auch dadurch, daß ihm zu Ehren ein „Albrecht-Stipendium“ gegründet wurde. Infolge einer Infection, die A. nach einer Verletzung im Berufe 1881 erlitt, starb er am 25. Januar 1883.

Hirsch-Gurlt, Biograph. Lexikon I, 95.