ADB:Anna Amalia (Äbtissin von Quedlinburg)

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Artikel „Anna Amalie, Aebtissin von Quedlinburg“ von Karl Janicke in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 470–471, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Anna_Amalia_(%C3%84btissin_von_Quedlinburg)&oldid=- (Version vom 26. August 2019, 07:43 Uhr UTC)
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Anna Amalie, Aebtissin von Quedlinburg, war das zwölfte Kind König Friedrich Wilhelms I. von Preußen und geb. 9. Nov. 1723. Unter ihrer Vörgängerin Maria Elisabeth, Herzogin von Holstein-Gottorp, wurde sie 1744 zur Coadjutorin des Stifts vom Capitel gewählt, nachdem die Bedenken gegen ihre Wahl, weil sie der reformirten Confession angehörte, das Stift dagegen streng lutherisch war, durch ein Gutachten des Oberhofpredigers Meene beseitigt waren. Nach dem Tode von Maria Elisabeth (17. Juli 1755) übernahm sie die Regierung des Stifts, kam selbst aber erst im April 1756 nach Quedlinburg. Das Stift hatte in den ersten Jahren ihrer 32jährigen Regierung viel von den Durchmärschen der Heere und durch Requisitionen und Contributionen der Oesterreicher und Franzosen während des siebenjährigen Krieges zu leiden. A. war eine wissenschaftlich und namentlich musikalisch gebildete Fürstin, die selbst Ausgezeichnetes im strengen Stile componirt hat; sie sorgte für die Besetzung der [471] Kirchen- und Schulämter mit tüchtigen Männern, beschränkte die Zahl der überflüssigen Fest- und Bußtage, gestattete den Reformirten in Quedlinburg ihren Gottesdienst zwei Mal im Jahre abhalten zu dürfen und ließ sich sonst die Sorge für ihr kleines Stift angelegen sein. Sie starb am 30. März 1787.

Fritsch, Geschichte von Quedlinburg II. 101–115.