ADB:As Cloquettes, Michael

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „As Cloquettes, Michael“ von Joseph Albert Alberdingk Thijm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 618–619, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:As_Cloquettes,_Michael&oldid=- (Version vom 23. April 2019, 01:53 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Asher, Adolf
Band 1 (1875), S. 618–619 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand September 2009, suchen)
GND-Nummer 138541477
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|618|619|As Cloquettes, Michael|Joseph Albert Alberdingk Thijm|ADB:As Cloquettes, Michael}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=138541477}}    

As Cloquettes: Michael A., im 13. Jahrhundert wol zu Doornik, wo seine Familie heimisch war, geboren; Hauscaplan der Grafen von Flandern, hat während der Kämpfe, in denen Guy v. Dam die Unabhängigkeit Flanderns gegen Frankreich vertheidigte, wichtige diplomatische Dienste geleistet. Nachdem der Graf seine Beschwerden gegen Frankreich von allen Kanzeln hatte verkünden lassen, sandte er den As Cl. an der Spitze einer ansehnlichen Botschaft nach Rom, um die Vermittelung des Papstes anzurufen; Gesandte der flandrischen [619] Städte wie der Geistlichkeit folgten. Zwei Schreiben des Gesandten an seinen Herren meldeten 1297 die gute Aufnahme ihrer Anträge seitens des Papstes wie der Cardinäle, fordern aber angesichts der Anstrengungen der französischen Diplomatie zur Verstärkung der Gesandtschaft und zur Sendung bedeutender Geldsummen auf, um damit die Fürsprache der Cardinäle zu gewinnen. Der Graf entsprach dem, indem er zugleich die äußerste Gefahr, in der er und die Unabhängigkeit Flanderns schwebe, meldete. Die wiederholten Wortbrüchigkeiten Philipps des Schönen spotteten aber aller päpstlichen Vermittlungsversuche, bis die entscheidende Niederlage der Franzosen in der „Sporenschlacht“ bei Kortryk 1302 den Sieg der flandrischen Sache entschied. Dem Gesandten in Rom verkündete der Papst selbst noch in später Nachtstunde das glückliche Ereigniß. – As Cl. ist später noch Jahre lang im Rathe seines Fürsten thätig gewesen.

Kervyn de Lettenhove, Hist. de Flandre II.