ADB:Auersperg, Johann Weikhard Fürst von und zu

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Artikel „Auersperg, Johann Weikhard Fürst von und zu“ von Adam Wolf in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 640, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Auersperg,_Johann_Weikhard_F%C3%BCrst_von_und_zu&oldid=- (Version vom 7. April 2020, 17:33 Uhr UTC)
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Auersperg: Johann Weichard Graf v. A. und der erste Fürst dieses Namens (1615–1677), stammte aus der älteren Linie des in Krain ansässigen Geschlechtes der A. Er bekleidete mehrere Stellen in der Regierung, wurde Ajo und Obersthofmeister des römischen Königs Ferdinand IV. und 1655 der erste geheime Rath, Minister und Rathgeber König Ferdinands III. und Leopolds V. 1653 wurde er in den Reichsfürstenstand erhoben, 1654 mit Münsterberg und Frankenstein in Schlesien belehnt; er nannte sich davon Herzog von Münsterberg. Als erster Minister schloß er am 19. Januar 1668 den geheimen Vertrag mit Frankreich über eine Theilung der spanischen Monarchie; er arbeitete an einer katholischen Triplealliance zwischen Oesterreich, Frankreich und Spanien, und wollte Cardinal werden, als er in Folge einer Anzeige des römischen Hofes am 10. December 1669 plötzlich entlassen und vom Hofe verbannt wurde. Er lebte dann in Krain, erbte von seinem Bruder Wolf Engelbrecht Graf Auersperg 1673 die großen Güter Gottschee und Seiffenberg und starb am 13. November 1677 in Laibach.

Adam Wolf: Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen, 1858, XX. B. 289.