ADB:Aurbach, Johann von

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Artikel „Aurbach, Johann von“ von Theodor Muther in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 688, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Aurbach,_Johann_von&oldid=- (Version vom 19. Oktober 2019, 18:15 Uhr UTC)
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Aurbach: Johann von A., (Auerbach, Awrbach), Verfasser eines vor 1446 geschriebenen (später v. O. u. J. gedruckten) „Directorium curatorum“ und einer 1469 bei Günther Zainer in Augsburg gedruckten „Summa de sacramentis“. Auf dem Titel des Directorium wird er Dominus doctor (in Erlanger und Wiener Hss. Decretorum doctor), auf demjenigen der Summa: Magister und Vicarius Bambergensis genannt. Sonst ist von seinen Lebensumständen nichts bekannt. Denn wenn Trithemius denselben in seinem Werke „De scriptoribus ecclesiasticis“ ungefähr um 1410–1412 zu setzen scheint, im „Catalogus virorum illustrium“ aber als Zeit das Jahr 1470 angibt und erzählt, J. v. A. habe lange an der Universität Erfurt gelehrt, so beweist dies nur, daß er selbst nicht gut unterrichtet war und seine Notizen lediglich nach den Titeln der ihm vorliegenden Werke und auf Grund von Schlußfolgerungen aus dem Inhalt gab. Im „Catalogus“ (vollendet 1495) verwechselt nämlich Trithemius – und nach ihm fast alle Neueren – J. v. A. mit Johann Urbach, dem Verfasser eines um 1405 geschriebenen „Processus iudicii“, in dessen Formularen Erfurt als Gerichtsort häufig vorkommt, was eine 1489 zu Leipzig erschienene Ausgabe des Processes (mit Commentar von Eberhausen) beibehalten, dabei aber an einer Stelle die Jahreszahl 1468 eingesetzt und den Namen des Verfassers zuerst in Johannes de Auerbach umgewandelt hat. – Jäck sucht nachzuweisen, daß J. v. A. identisch sei mit dem Schreiber mehrerer Bamberger Mss. theologischen Inhaltes aus den Jahren 1452–1469: Johann Koppischt von Auerbach, welcher sich 1452 und 1462 plebanus in Grebern und 1465 und 1469 olim plebanus in Grebern nennt, auch in einem nach Stintzing’s Lesung 1470 (wie zu vermuthen steht: 1450) ausgestellten Beichtschein sich als plebanus S. Nicolai in Grebern Bamb. dioecesis bekennt. Diese Identität ist nicht unmöglich, obwol kaum wahrscheinlich, da Johann Koppischt, hätte er einen akademischen Grad besessen, nicht vergessen haben würde, denselben, wie es die Zeitsitte forderte, seinem Namen beizusetzen. – Näheres bei Stintzing, Populäre Litteratur. S. 241 ff.