ADB:Balderich (Bischof von Utrecht)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Balderich, Bischof von Utrecht“ von Joseph Albert Alberdingk Thijm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 3, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Balderich_(Bischof_von_Utrecht)&oldid=- (Version vom 26. April 2019, 00:34 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Balde, Jacob
Band 2 (1875), S. 3 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Balderich von Utrecht in der Wikipedia
GND-Nummer 135952816
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|2|3|3|Balderich, Bischof von Utrecht|Joseph Albert Alberdingk Thijm|ADB:Balderich (Bischof von Utrecht)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135952816}}    

Balderich, Bischof von Utrecht, aus dem Grafengeschlechte im Hennegau, Sohn des Grafen Richfried, Vetter Herzog Giselberts von Lothringen und seines Bruders, des Grafen Reginar I. in Hennegau; geb. um 897 zu Oldenzaal in der Grafschaft Twenthe, welche zu den Hausbesitzungen seines Vaters gehörte. Er scheint das Utrechter Bisthum früh erlangt zu haben, jedenfalls hat er, wie durch seine Familienverbindungen so durch seine bedeutende und treffliche Persönlichkeit früh eine hervorragende Stellung unter den Großen des Reichs eingenommen. König Heinrich I. übergab ihm den etwa 4jährigen Brun zur Erziehung und durch diesen hat er auch zu Kaiser Otto I. stets in nahen Beziehungen gestanden. So gehörte er zu denjenigen lothringischen Herren, welche 953 im Kampfe Ottos gegen seine Söhne auf des Königs Seite standen und bei verschiedenen wichtigeren Fürstentagen finden wir seine Anwesenheit erwähnt; auch in Köln war er 965, als dort Otto zum ersten Male nach der Kaiserkrönung unter den Pfingstfesten seiner Mutter wieder begegnete. – Sein Stift hat er nach den durch die Normannen erlittenen Verwüstungen durch sorgsame und kräftige Verwaltung wieder emporgebracht; die dortige Schule gedieh unter ihm zu hoher Blüthe. Bei seinem Tode, 977, vermachte er Oldenzaal mit einem Theil der Grafschaft Twenthe seinem Stift. Er ward noch lange als ein Heiliger verehrt. (Vgl. v. d. Aa, Woordenb.; Giesebrecht, Kaisergesch. Bd. I.)