ADB:Druthmar-Christianus

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Druthmar-Christianus“ von A. Weiß. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 440, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Druthmar-Christianus&oldid=- (Version vom 18. Oktober 2019, 16:46 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Drusius, Johann
Nächster>>>
Dryander, Johannes
Band 5 (1877), S. 440 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Christian von Stablo in der Wikipedia
GND-Nummer 100939023
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|5|440|440|Druthmar-Christianus|A. Weiß.|ADB:Druthmar-Christianus}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100939023}}    

Druthmar: Christianus D., Benedictiner zu Corvey, gebürtig aus Aquitanien. ausgezeichnet durch Gelehrsamkeit und Sprachkenntniß, besonders im Griechischen, woher seine Namen Christianus Grammaticus und Christianus ab Aquitania, worin man irrig verschiedene Persönlichkeiten suchen zu sollen geglaubt hat. Gegen Fabricius, Bibl. lat. ed. Mansi 1754. I, 373–375, der aus ihm einen Zeitgenossen Gregors VII. machen wollte, hat Dom. Rivet (Hist. lit. de la France V, 84–90) gezeigt, daß er der Mitte des 9. Jahrhunderts angehört. Für die Mönche des Klosters Stablo schrieb er mehrere Erklärungen biblischer Bücher, die uns, wie es scheint, meist verloren gegangen sind, bis auf den Commentar zum Matthäusevangelium (Bibl. maxima patrum Lugd. XV. Migne, Series lat. tom. CVI.). Dieser ist durch die Ausgabe von Molther und Secer (Hagenau 1530) Anlaß zu einer bereits Jahrhunderte fortdauernden Controverse geworden (s. darüber Freiburger Kirch. Lex. III, 320 ff.), welche wol nur dadurch zu einem Ende geführt werden kann, wenn einerseits die erste Ausgabe durch Wimpheling (Straßburg 1514), welche angeblich verschwunden sein soll, ja sogar völlig in Abrede gestellt wurde, welche aber gleichwol Andere, und zwar glaubhaft genug, an verschiedenen Orten wollen gesehen haben (Fabricius p. 374 a. Ziegelbauer IV, 708), und andererseits die Lyoner Handschrift genau mit den jetzigen Drucken in Vergleich gebracht wird.

Ziegelbauer, Hist. lit. o. s. B. IV, 708 ss., vgl. 47, 48, 79. Die übrige Litt. oben.
A. Weiß.