ADB:Fiedler, Konrad

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Artikel „Fiedler, Konrad“ von Hermann Arthur Lier in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 48 (1904), S. 555, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fiedler,_Konrad&oldid=- (Version vom 23. September 2021, 02:13 Uhr UTC)
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Fiedler: Konrad F., Kunstkenner, wurde am 23. September 1841 in Oederan in Sachsen geboren, wo sein begüterter Vater als Fabrikant ansässig war. Im J. 1849 folgte er seinen Eltern auf das Rittergut Crostewitz bei Leipzig. In den Jahren 1856 bis 1861 besuchte er die Fürstenschule zu Meißen und studirte dann in Heidelberg, Berlin und Leipzig Jurisprudenz. Nachdem er sich in Leipzig den Doctorgrad erworben und im J. 1865 das Staatsexamen bestanden hatte, auch ein Jahr bei einem Rechtsanwalt praktisch thätig gewesen war, ging er längere Zeit auf Reisen. Er besuchte Paris und London, wo die Liebe für die Werke der bildenden Kunst in ihm erwachte. Den Winter von 1866 auf 1867 verbrachte er in Italien, dann ging er nach Griechenland, Spanien, Aegypten, Syrien und Palästina, überall eifrig mit dem Studium der älteren Kunst beschäftigt. In Italien war er Hans v. Marées, Adolf Hildebrand, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach näher getreten, später lernte er auch Lenbach, Thoma, Stauffer-Bern und Arthur Volkmann kennen. Mit Hildebrand und Marées lebte er eine Zeit lang in der Nähe von Florenz. Nach seiner Vermählung mit Fräulein Marie Meyer, der einzigen Tochter des bekannten Kunstschriftstellers und Directors des alten Museums in Berlin, Julius Meyer, im Jahre 1880, blieb er vorübergehend in Berlin, siedelte aber dann nach München über, wo er am 8. Juni 1895 infolge eines unglücklichen Sturzes einem plötzlichen Tode erlag. Er war ein ausgezeichneter Kenner der Kunst und hat sich als Mäcen namentlich um Hans v. Marées und die Bekanntmachung der hinterlassenen Werke dieses seines Freundes große Verdienste erworben. Seine „Schriften über Kunst“ gab Hans Marbach nach seinem Tode gesammelt heraus (Leipzig 1896).

Repertorium für Kunstwissenschaft. Berlin und Stuttgart 1895. XVIII, 331–335. – Die Kunst. Bd. I: Freie Kunst. München 1900, S. 107. – Die Grenzboten. Leipzig 1895. 54. Jahrg., 3. Vierteljahr, S. 268–278 und 318–326. – Afranisches Ecce 1896–1900. Meißen o. J. S. 56, 59.