ADB:Gestewitz, Friedrich Christoph

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Artikel „Gestewitz, Friedrich Christoph“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 128, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gestewitz,_Friedrich_Christoph&oldid=- (Version vom 24. April 2019, 02:33 Uhr UTC)
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Gestewitz: Friedrich Christoph G., geb. am 8. Nov. 1753 zu Prieschka bei Meißen, kam im J. 1770 nach Leipzig, wo er sich unter Hiller’s Leitung in der Musik ausbildete und dessen Schwager wurde. Nach Gerber’s altem Tonkünstler-Lexicon (I, 503) soll er 1784 bei dem Unternehmer des deutschen Schauspieles in Dresden und Leipzig, Pasquale Bondini, als Musikdirector engagirt gewesen sein. Im J. 1790 kam er als Musikmeister (Maestrino) an die kurfürstlich italienische Oper nach Dresden und ward 1799 lebenslänglich als solcher angestellt, starb aber schon am 1. August 1805. Außer seiner amtlichen Stellung ward G. in Dresden geschätzt als Lehrer der Musik und vornehmlich des Gesanges; von seinen Schülerinnen ward insbesondere Charlotte Häser bekannt. Als Componist zeigte er mehr Kenntnisse und Fleiß als Talent. Die königliche Musikaliensammlung in Dresden besitzt von seinen Werken eine Messe zu 4 Stimmen mit Orchester (1793) und die komische Oper „l’Orfanella Americana“. Die Sinfonie und eine Cavatine hieraus erschienen gedruckt bei Hilscher in Dresden. Die „Sechste Sammlung der vorzüglichsten noch ungedruckten Arien und Duetten des deutschen Theaters, von verschiedenen Componisten, herausgegeben von F. A. Hiller“ (Leipzig 1780) enthält von G. eine Arie für Sopran „Aus dem Meyerhofe“. Gerber führt im neuen Tonkünstler-Lexicon (II, 313) von seinen Compositionen noch eine Sonate für Clavier (Dresden, Hilscher), eine einactige Operette „Die Liebe ist sinnreich“, und einen Hymnus an.

Allgem. musikal. Zeitung II, 758.