ADB:Haase, Johann Gottlob

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Artikel „Haase, Johann Gottlob“ von August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 266, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Haase,_Johann_Gottlob&oldid=- (Version vom 6. Oktober 2022, 11:33 Uhr UTC)
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Haase: Joh. Gottlob H., Arzt, 1739 in Leipzig geboren, hatte sich in seiner Vaterstadt dem Studium der Medicin gewidmet und daselbst im J. 1765 die Doctorwürde erlangt. Mit besonderem Eifer hatte er sich dem Studium der Anatomie hingegeben und in Anerkennung seiner Leistungen auf diesem Gebiete, besonders seiner Arbeiten über die Structur der Knorpel („De fabrica cartilaginum“, 1767) und des Gangliensystems („Diss. de gangliis nervorum“, 1772, auch in Ludwig, Script. neurol., I. p. 61 abgedruckt) wurde er 1774 zum Prof. extraord. und 1784 (nicht 1786) zum Prof. ord. der Anatomie und Chirurgie ernannt; 1787 beehrte ihn die königl. Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen mit der Wahl zu ihrem Mitgliede. Sein Tod erfolgte am 10. November 1811 in Folge eines Schlagflusses. – H. zählt zu den fleißigsten und geachtetsten Anatomen seiner Zeit. Den größten Theil seiner fast nur anatomische Gegenstände behandelnden litterarischen Arbeiten (ein vollständiges Verzeichniß derselben findet sich in Dict. hist. de la médecine II. p. 681) hat er in academischen Gelegenheitsschriften veröffentlicht; zu den bedeutendsten derselben gehört, außer der obengenannten Arbeit über die Knorpel, das mit vortrefflichen Kupfertafeln ausgestattete Werk über das Lymphgefäßsystem („De vasis cutis et intestinorum absorbentibus etc.“, 1786, fol.), dem sich eine kleinere, auf gründliche Untersuchungen gestützte Arbeit über das Capillarsystem („De fine arteriarum earumque cum venis anastomosi“, 1792) anschließt.