ADB:Hase, Theodor

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hase, Theodor“ von Julius August Wagenmann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 727–728, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hase,_Theodor&oldid=- (Version vom 18. Juni 2019, 23:21 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Hase, Karl Benedikt
Band 10 (1879), S. 727–728 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Januar 2019, suchen)
GND-Nummer 116511346
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|10|727|728|Hase, Theodor|Julius August Wagenmann|ADB:Hase, Theodor}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116511346}}    

Hase: Theodor H. (lat. Hasaeus), reformirter Theolog des 18. Jahrhunderts, geb. den 30. November 1682 zu Bremen, † den 25. Februar 1731 ebendaselbst. Sein Vater war Cornelius H. (s. o.), seine Mutter dessen durch ihre theologischen und hebräischen Kenntnisse berühmte, den 16. Mai 1710 verstorbene Frau, Sara geb. Wolters. Nachdem er auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt studirt, reiste er 1702 nach Hessen, verweilte länger in Cassel und Marburg, wo er disputirte und Candidat des Predigtamts wurde; ging dann weiter nach Hanau, Herborn, Duisburg, Utrecht, Leiden etc., wurde Adjunct des Predigers Coccejus in Bremen, 1707 Professor der heiligen Philologie und der literae hum. in Hanau, 1708 Prediger an der Liebfrauenkirche und Professor der hebräischen Sprache am Gymnasium in Bremen, 1712 Dr. theol. zu Frankfurt a. O., 1718 Mitglied der königl. Societät der Wissenschaften in Berlin, 1723 Professor der Theologie in Bremen, bei welcher Gelegenheit er eine Rede hielt: „De meritis Bremensium in rem christianam“. Einen Ruf an die Universität Franeker schlug er aus, um sich seiner Vaterstadt zu erhalten, wurde aber seit 1729 von wiederholten Schlaganfällen heimgesucht, denen er am 25. Februar 1731 erlag. Er schrieb eine Menge kleinerer Schriften exegetischen, historischen, dogmatischen, praktisch-theologischen Inhalts, s. das Verzeichniß bei Rotermund a. a. O. S. 176 ff.; eine Sammlung derselben erschien nach seinem Tod unter dem Titel: „Sylloge diss. et observ. sacrarum“, Bremen 1731, 8., auch redigirte er 1719–27 die „Bibliotheca histor. philol. theologica Bremensis“ und ein „Museum philologico-theologicum“.

[728] Briefe von ihm an verschiedenen Orten, z. B. in Heumann’s Poecile t. I. 39 ff., II. 189. Nachrichten über sein Leben gibt ein Leichenprogramm von Alb. Schumacher, abgedr. in Gerdes, Miscell. Duisburg. II. 2. 308 ff.; Strieder, Hess. Gel.-Geschichte, Bd. V. 316 ff.; Rotermund, Brem. Gelehrten-Lexikon I. S. 175 ff.