ADB:Heumann, Friedrich

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Artikel „Heumann, Friedrich“ von Antonius van der Linde in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), S. 330, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heumann,_Friedrich&oldid=- (Version vom 15. Oktober 2019, 06:53 Uhr UTC)
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Heumann: Friedrich H. (Hewmann) aus Nürnberg war vom Jahre 1508 an Buchdrucker zu Mainz, und zwar mit Material aus dem Nachlaß des Erfinders der Buchdruckerkunst, das nach der Reihe dem Johann Gutenberg zu Mainz, den Bechtermünzen zu Eltville, und den Brüdern des gemeinsamen Lebens zu Marienthal im Rheingau gehört hatte. Sieben dieser von H. zu Mainz im Kirschgarten mit Gutenberg’s Metalltypen gedruckten Bücher beschreibt H. Helbig, Liste des ouvrages imprimés à Mayence, par Frédéric Heuman, avec les anciens caractères de Gutenberg (Brüssel 1855, Sonderabdruck aus dem Bulletin du Bibliophile Belge, XI, p. 19–32). Als diese Urtypen im Laufe der Zeit eingeschmolzen waren, legte die Localtradition der Buchdruckerei zum Sewlöffel (Saulöffel) der historischen Wirklichkeit alte Holzschnittinitialen unter, die der Buchdrucker Albinus im Jahre 1604 dem Jesuiten Serrarius als „Holzbuchstaben der Erfinder des Buchdrucks“ vorzeigte. Diese sagenhafte Verwechselung ist dann später in den mythischen „Geschichten der Buchdruckerkunst“, besonders von Schaab, Wetter und Falkenstein ausgebeutet worden.

Vgl. in meinem „Gutenberg“ im Register: Holztypen.