ADB:Musaeus, Peter

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Musaeus, Peter“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), S. 90–91, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Musaeus,_Peter&oldid=- (Version vom 16. Oktober 2019, 07:32 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Musäus, Karl
Nächster>>>
Musäus, Simon
Band 23 (1886), S. 90–91 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Peter Musaeus in der Wikipedia
GND-Nummer 117187968
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|23|90|91|Musaeus, Peter|Carsten Erich Carstens|ADB:Musaeus, Peter}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117187968}}    

Musaeus: Peter M., gelehrter Theolog, war am 7. Febr. 1620 geboren zu Langewiesen in Thüringen, studierte in Jena und ward 1640 daselbst Magister. Er setzte hierauf noch seine Studien in Helmstädt fort, wo ihn der berühmte Georg Calixt in sein Haus aufnahm. Er ward dessen eifriger Schüler und Anhänger. 1648 ward er Professor der Logik und Metaphysik in Rinteln, dann Extraordinarius der Theologie und 1653 Ordinarius und Dr. theol. 1663 zum zweiten Mal berufen, nachdem er das erste Mal abgelehnt, ging er in derselben Eigenschaft nach Helmstädt. Bei Errichtung der Kieler Universität 1665 wurde er als professor primarius theologiae dahin berufen und er folgte denn auch diesem Rufe, ward auch als erster Decan der theol. Facultät und als Prorector der Universität installirt. Hier verblieb er bis an sein Ende, er starb am 20. December 1674. M. als Schüler Calixt’s vertrat den Synkretismus, [91] wurde darüber von Calov heftig angegriffen und vertheidigte sich gegen diese Angriffe wiederum tapfer. Unter seinen Schriften heben wir, neben einer Reihe disputationes hervor: Παιδεια seu introductio in theologiam“, Rinteln 1649. „Institutiones metaphysicae“, 1663; ed. 2. 1686. Ein älterer Bruder von ihm war der Professor und Dr. Johann Musaeus in Jena † 1681.

Moller, Cimbria litt. II, 565. Jöcher, III, 770. Schwarze, Nachr. v. Kiel 1775, 318. Bouginé, II, 466. Strieder, hess. Schriftstellerlex. IX. s. v. Thieß, Gelehrtengesch. I, 3. Carstens, Gesch. der theol. Facultät, Kiel 1875, S. 9. G. Frank, Gesch. d. prot. Theol. 1865, II, 11.