ADB:Nessen, Hajo van

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Artikel „Nessen, Hajo van“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), S. 446–447, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Nessen,_Hajo_van&oldid=- (Version vom 21. Mai 2019, 19:25 Uhr UTC)
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Nessen: Hajo van N., geb. auf dem Hofe Nesse bei Leer in Ostfriesland am 23. September 1562, als Sohn des Grundherrn Antonius Hajo v. N. (wahrscheinlich aber des Anton Hajen), promovirte in Rostock zum Dr. jur. 1590, wurde dort außerordentlicher herzoglicher Professor 1593 und ordentlicher [447] 1602. Als Kanzler (schon 1600) nacheinander der Herzoge Ulrich, Sigismund August, dann der Herzogin Sophie und der Vormundschaft der minorennen Erben des Herzogthums Mecklenburg, Adolf Friedrich (später von Mecklenburg-Schwerin) und Johann Albrecht (später von Mecklenburg-Güstrow), hat er im Lande und namentlich bei den Landständen als strenger, auch hochfahrender Romanist sich wenig Freundschaft erworben. An der Theilung des Landes unter die Brüder, welche er früher nach Straßburg begleitet hatte, war er betheiligt, und so ist sein Name der Specialgeschichte eingeschrieben. Nachher leitete er die Regierung des jungen Adolf Friedrich, der sich seinem Tagebuche nach öfter gegen sein herrisches Wesen aufbäumte. Er starb am 28. März 1620. Sein Haus in Rostock trägt noch sein und seiner Frau, der Anna Schönermark, Wappen. Sie war eine Tochter des herzoglichen Landrentmeisters Joachim Schönermark und eine Schwester des Dr. jur. und Professors gleichen Vornamens, nach denen Nessen’s Sohn Joachim v. N. hieß. Unter der vormundschaftlichen Regierung Adolf Friedrichs war dieser Regierungs- oder Kanzleirath im Herzogthum Güstrow. Die Familie nannte sich auch v. Nessa.

Westphalen, Mon. ined. III, 1373 (wo Hajo’s juristische Schriften). – Krey, Andenken V, 18. – Lisch, Jahrb. 12, 61 ff. – v. Lützow, Mecklenb. Gesch. III, 144 etc. – Rudloff, Mecklenb. Gesch. III.