ADB:Neuhofer, Gerhard Adam

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Artikel „Neuhofer, Gerhard Adam“ von Franz Brümmer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), S. 509, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Neuhofer,_Gerhard_Adam&oldid=- (Version vom 24. Februar 2020, 16:09 Uhr UTC)
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Neuhofer: Gerhard Adam N. wurde am 16. Januar 1773 zu Augsburg geboren, besuchte daselbst seit 1778 die Gymnasialclassen bei St. Anna und wurde 1785 unter die Alumnen des Collegiums bei St. Anna aufgenommen. Im Herbst 1791 bezog er die Universität Altdorf, wo er bis Ende 1795 Humaniora, Philosophie, Geschichte und Theologie studirte, und kehrte dann in seine Vaterstadt zurück. Nachdem er hier im folgenden Jahre sein theologisches Examen bestanden, wurde er 1797 Katechet im Zucht- und Arbeitshause daselbst, erhielt zu Anfang des Jahres 1799 die Stelle eines Pestilentiarius, die ihm in den Jahren 1799 und 1800 in den Militärhospitälern viele Arbeit, viele Erfahrungen, aber auch wegen der ansteckenden Spitalkrankheiten manchmal Lebensgefahr brachte. Im J. 1803 wurde er Adjunct im Hospital, 1805 Diakonus an der Barfüßerkirche, 1806 Diakon an der St. Jakobskirche, und 1807 bei der provisorischen Einrichtung der höheren Lehranstalten in Augsburg zum Gymnasialprofessor und bei der definitiven Organisation der Studienanstalt zum Progymnasiallehrer ernannt. Da ihm aber das Lehramt bei seiner Kränklichkeit und bei seinen geistlichen Functionen zu beschwerlich ward, so erhielt er Ende 1809 die erbetene Entlassung aus demselben. Seit Juli 1813 Diakonus bei St. Anna, starb er am 12. December 1816. Ein großer Freund der Geschichte gab er 1798–1800 ein Taschenbuch für Geschichte unter dem Titel: „Teutsch-französischer Kalender“ heraus, dessen Fortsetzungen von 1801–1803 als „Taschenbuch für Geschichte und Unterhaltungen“, und von 1804–1809 als „Klio und Euterpe“ erschienen. Auch zahlreiche Dichtungen legte er in mehreren Sammlungen („Gedichte“; II, 1804. – „Christliche Gesänge und Lieder“, 1808) nieder.

Cl. Al. Baader, Lexicon verstorbener bayrischer Schriitsteller, II. Bd. S. 215.