ADB:Schwarz, Georg Christoph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Schwarz, Georg Christoph“ von Ernst Mummenhoff in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 33 (1891), S. 236–237, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schwarz,_Georg_Christoph&oldid=- (Version vom 23. April 2019, 17:57 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Schwarz, Gottfried
Band 33 (1891), S. 236–237 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Georg Christoph Schwarz in der Wikipedia
GND-Nummer 117366722
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|33|236|237|Schwarz, Georg Christoph|Ernst Mummenhoff|ADB:Schwarz, Georg Christoph}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117366722}}    

Schwarz: Georg Christoph S., geboren am 2. August 1732 zu Nürnberg als Sohn des Kupferstechers und Organisten bei St. Jakob, Joh. Jac. S., besuchte die lateinische Schule zu St. Sebald und hörte seit 1779 die Vorlesungen am Auditorium des Gymnasium Aegidianum. An den Universitäten Altdorf und Jena betrieb er als Hauptstudium die Theologie. 1763 wurde er in Altdorf zum Inspector der Freitische ernannt. Als solcher hatte er als Lehrer zu wirken, die Stipendiaten zu überwachen und die Rechnung zu führen. 1766 wurde er als außerordentlicher Professor der Philosophie, 1789 dann als ordentlicher Professor der Ethik zu Altdorf angestellt. Das historische Institut zu Göttingen hatte ihn schon im J. 1765 zum außerordentlichen Mitglied ernannt. Er starb am 13. September 1792. S., der sich als Mitglied des Pegnesischen Blumenordens nach der Sitte der Zeit in der Dichtkunst versuchte, als Kenner der Musik, die er als Flöten- und Geigenspieler auch meisterhaft ausübte, anerkannt war und sich vorübergehend mit Physik befaßte, hatte seine eigentliche Bedeutung auf dem bibliographischen und biographischen Gebiete. Eine Reihe von Aufsätzen und Besprechungen dieser Art, welche seine große Bücherkunde und Gelehrsamkeit bezeugen, veröffentlichte er in dem in Altdorf erscheinenden „Litterarischen Museum“ und anderswo. Seiner Vorliebe für diese Studien entsprang wohl sein außerordentlicher Sammeleifer, dem er seine bedeutende Bibliothek verdankte, die gegen 12 000 Bücher und Schriften umfaßte, an Drucken aus dem 15. Jahrhundert, besonders aber aus der Zeit von 1500 bis 1550 sehr reich war. Friedrich Nicolai nennt diese Sammlung „einzig in ihrer Art, sowohl wegen der vielen seltenen und merkwürdigen Bücher, als auch, weil sie in diesem eingeschränkten Zeitpunkte sehr vollständig“ sei. S. vermochte seine Bibliothek an die Universität Altdorf. Nach deren Aufhebung wurde sie mit der Universitätsbibliothek Erlangen vereinigt.

[237] Nopitsch, Gelehrtenlexikon. – Friedrich Schlichtegroll, Nekrolog auf das Jahr 1792, 3. Jahrg., 2. Bd., Gotha 1794. – Friedr. Nicolai, Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz im J. 1781, 2. Bd., Berlin und Stettin 1783.