ADB:Voith, Ignaz Edler von

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Artikel „Voith, Ignaz Edler von“ von Wilhelm von Gümbel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 222–223, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Voith,_Ignaz_Edler_von&oldid=2508577 (Version vom 13. Dezember 2018, 09:11 Uhr UTC)
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Voith: Ignaz Edler v. V., k. bair. Oberst-Bergrath und Gewehrfabrikdirector in Amberg, ein hervorragender Hüttenmann und tüchtiger Geologe, entstammte einer Adelsfamilie der Oberpfalz, woselbst er am 1. März 1759 zu Winklarn geboren war. Nach Vollendung seiner bergtechnischen Ausbildung unternahm er als Eleve größere Reisen behufs des Besuchs von Hüttenwerken, wobei er sich viele praktische Erfahrungen und umfassende Erkenntnisse aneignete. Zuerst finden wir ihn als k. Oberverweser bei dem bair. fiscal. Hüttenwerk Bergen angestellt, wo er mit Erfolg an der Verbesserung dieses Werks thätig war. In gleicher Diensteseigenschaft im J. 1792 an das Hüttenwerk Bodenwöhr versetzt, führte er auch hier wesentliche Verbesserungen im Betriebe ein und wurde seit December 1803 zugleich auch als Landesdirectionsrath in Amberg hauptsächlich behufs Ueberwachung der Gewehrfabrik daselbst und 1807 auch als Revisionscommissär mit der Beaufsichtigung des oberpfälzischen Montanwesens betraut. In diese Zeit fallen verschiedene seiner Publicationen, welche sich auf die Verbesserung im Berg- und Hüttenwesen beziehen. 1808 als Oberst-Bergrath an die Centralstelle für das Berg- und Hüttenwesen nach München mit der Verbindlichkeit auch Lehrvorträge über Markscheidekunst und Eisenhüttenkunde am Bergeleven-Institut zu halten berufen, vertauschte er 1820 diese Stelle mit der eines Directors der Gewehrfabrik in Amberg, wo er Gelegenheit fand, seine praktischen Erfahrungen nützlich in Anwendung zu bringen. Hier nahm er auch seine bereits in Bodenwöhr begonnenen geognostischen Untersuchungen erfolgreich wieder auf, die er selbst nach seiner Inruhestellung (1829) und Uebersiedelung nach Regensburg fortsetzte. Unter seinen vielfachen Publicationen geologischen Inhalts sei nur als die wichtigste: „Ueber die Flötzeisenformation in der oberen Pfalz“ (v. Moll’s N. Jahrb. 1824) hervorgehoben, in welcher V. zuerst die Zugehörigkeit einer in der Oberpfalz weit verbreiteten Gesteinsablagerung als zum cretacischen System gehörig richtig erkannte und beschrieben hat. Auch verfaßte er in Fürnrohr’s Topographie von Regensburg den 3. Abschnitt über die geognostisch-mineralogischen Verhältnisse. v. V. starb in hohem Alter am 11. Februar 1848 in Regensburg.

[223] Poggendorff, Biog.-Lit. Hw. II, 1227. – Personalacten.