Achim von Arnim an Philipp Otto Runge (9. Mai 1808)

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Textdaten
Autor: Achim von Arnim
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Titel: Achim von Arnim an Philipp Otto Runge
Untertitel:
aus: Hinterlassene Schriften von Philipp Otto Runge, Maler. Band 2, S. 361–362
Herausgeber: Johann Daniel Runge
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: 9. Mai 1808
Erscheinungsdatum: 1841
Verlag: Friedrich Perthes
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Erscheinungsort: Hamburg
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Kurzbeschreibung:
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[361]
Heidelberg den 9. May 1808.     

     Von Arnim.

Ich übersende Ew. das erste Heft der Zeitung für Einsiedler, die ich Ihnen lieber durch unsern Freund Zimmer zu thätiger Beförderung und Mitarbeit empfehlen möchte, als ich es selbst als Herausgeber im Bewußtseyn des viel Beabsichtigten und des wenig Geleisteten thun kann. Eine der Absichten ist, das schöne Einzelne, was in Deutschland zerstreut würkt, aber immerdar von der Masse der, aller Volksträgheit schmeichelnden Blätter zurückgedrängt wird, zu einer allgemeineren Mittheilung zu bringen. Zu diesem Schönen in unsrer Zeit gehört auch die Liebe zur alten Zeit, das Bemühen, alles Lebendige daher noch zu sammeln und aufzubewahren. Zimmer gab mir einige sehr sinnreiche Volkssagen, die Sie im Hamburger Dialekte aufgeschrieben; er glaubte, daß Sie nichts dagegen hätten, wenn ich sie künftig mit mehreren aus andern Gegenden abdrucken ließe? – Näher am Herzen liegt mir die Bitte, ob Sie [362] nicht diese Zeitung gelegentlich durch eigne Erfindungen in Zeichnungen bereichern möchten. Wenn Sie selbst die Mühe des Radirens nicht übernehmen wollten, so sind hier zwey junge Leute, die wenigstens Eifer und Fleiß haben im treuen Nachbilden und die allmählich recht ordentlich zulernen. Eine Ihrer reichen Nebenstunden könnte Vielen angenehme Tage machen, sey es scherzende oder ernste Erfindung. – Leben in Ihrem Kreise erfindsame Köpfe, denen diese Zeitung nicht mißfällt, so wird mir jedes selbstthätige Erzeugniß willkommen seyn. – Sie verzeihen meine Zudringlichkeit und entschuldigen sie mit der Hochachtung, die ich für Ihre Arbeiten hege. Ludwig Achim v. Arnim.