An Augusta

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
« Sehnsucht nach der Schweiz Gedichte (Friederike Brun) Lied einer jungen Mutter an ihr ungeborenes Kind »
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern) am linken Seitenrand.
Textdaten
Autor: Friederike Brun
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: An Augusta
Untertitel: 1782
aus: Gedichte, S. 52–53
Herausgeber: Friedrich von Matthisson
Auflage:
Entstehungsdatum: 1782
Erscheinungsdatum: 1795
Verlag: Orell, Gessner, Füssli & Comp.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Zürich
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
De Gedichte (Brun) 071.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[52]
           An Augusta.[1]

             (1782.)

(Mit einer Composition von Hrn. Kapellmeister Schulze).


Ich gieng unter Weiden am ländlichen See,
Auf thauigem Teppich von duftendem Klee;
Noch ruhte in dämmernder Hülle die Welt,
Noch wandelten Sternlein am Himmelsgezelt.

5
Ich fühlte der Freud’ und des Wehes so viel.

Wo findet dies schwärmende Herz doch ein Ziel?
Ich dacht’ es, und heftete weinend den Blick
Auf tanzende Wellen des Sees zurück.

Nun ward mir stets enger und bänger um’s Herz!

10
Ich fühlte so tief den verzehrenden Schmerz!

[53] Getrennet von meinen Geliebten, allein,
Wie könnt’ ich des lieblichen Morgens mich freu’n?

Nun rollten die Wellen im röthlichen Stral,
Nun senkte der Tag sich hinab in das Thal;

15
Doch immer war’s Tag mir im Herzen noch nicht;

Noch immer kein Trost, und noch immer kein Licht!

Tief saß mir im Herzen das liebliche Bild
Von meiner Augusta, so leidend und mild.
Ach! war’ ich nur bei Dir! im liebenden Arm

20
Der Freundschaft, verschwände mir jeglicher Harm!


Ach! Freundschaft! wie hast du der Freuden so viel!
Und ach! wie der bitteren Leiden so viel!
Bist Balsam des Lebens? Ach! bist es doch nicht!
Machst schmerzliche Wunden, und heilest sie nicht!


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Gemäß den Verbesserungen aus dem Anhang: Augusta → An Augusta