An den Tod

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Textdaten
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Autor: Ludwig Uhland
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Titel: An den Tod
Untertitel:
aus: Gedichte von Ludwig Uhland, Seite 10–11
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1815
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
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Quelle: MDZ München = Commons.
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An den Tod.


Der du still im Abendlichte
Wandelst durch der Erde Beet,
Klare Blumen, goldne Früchte
Sammelst, die dir Gott gesät:

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Schon’, o Tod, was, sanft entzücket,

An des Lebens Brust sich schmiegt,
Sich zum süßen Liede wiegt
Und zum Mutterauge blicket!

Laß der Erde ihre Söhne,

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Deren Kraft im Sturme fleugt,

Daß ein freudiges Getöne
Schnell aus todten Wäldern steigt!
Lösche nicht den Geist des Weisen,
Dessen heil’gen Sonnenglanz,

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Schön verwebt in sichrem Tanz,

Jugendliche Mond’ umkreisen.

Aus der Silberwolke fahre
Still dahin zur Sternezeit,
Wo ein Greis am Hausaltare

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Jedem Abend Thränen weiht;

Sprich die Namen seiner Lieben,
Führ ihn auf in ihren Kranz,
Wo des Auges ew’gen Glanz
Keiner Trennung Zähren trüben!

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Und den Jüngling, dem die Liebe

Heisses Sehnen aufgeweckt,
Der in ungestilltem Triebe
Offne Arme ausgestreckt,
Dann zur Blumenflur der Sterne

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Aufgeschauet liebewarm:

Faß ihn freundlich Arm in Arm,
Trag ihn in die blaue Ferne!

Wo es bräutlich glänzt und hallet,
Liebeathmend ihn umschließt,

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Was ihn geistig einst umwallet

Und mit leisem Gruß gegrüßt;
Wo es in der Seele maiet,
Die, von neuem Leben jung,
Ewiger Begeisterung,

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Ewigen Gesangs sich freuet,