An der Gmoi’dszuga

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Autor: Michel Buck
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Titel: An der Gmoi’dszuga
Untertitel:
aus: Bagenga’. Gedichte in oberschwäbischer Mundart. S. 153-154
Herausgeber: Friedrich Pressel
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: bis 1888
Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Robert Lutz
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Erscheinungsort: Stuttgart
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Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[153]

An der Gmoi’dszuga.[1]

Kotz Himmelbettschet, heu’t isch aber hoiß!
Heu’t käm s kalt Schneiderle seall noh in Schwoiß!
S springt älles, Ma’ und Weib und Roß und Kuah
Voar Duscht, so gschwind es ka’, der Zuga zua.

5
S Au’ziefer sumset um da Brunnatrog

Und Jörglis Spitz soust gierig au, dear Kog,
Statt daß er beallat und in d Spoicha beißt
Und a’verdanks de Weiber s Häs[2] verreißt.
Dô sieht ma’ friedle ällz in Roiha soufa

10
Und hairt nu’ iabot[3] oi’s derzwischet schnoufa.

Der Jörgle trinkt am Rauhr, es deucht a guat,
Und hebbt derweil gem linka’n Auhr da Huat,
Und sieba’n andre stauhnt schau’ hintram da’,
Aß möcht a jeder zaischta vonnana’.

15
Dia trücknet se und blôset mit de Backa

Und schoppet s Fazanaitle[4] nôch in d Jacka.
[154] Dô fährt der Lodaweaber d Heugaß rei’,
Schlät d Küahla, was er ka’ uff d Schnôrra[5] nei’,
Dia aber rennet halt em Wasser zua

20
Und untram Waga leit dô s Jörgles Bua.

„Uijessesle, Mareia und Zant Anna’,
As hinter Rad, as ischt schau’ übrem danna’
Da Buaba füri, wôlli unter s Rauhr!
Ear bluatat uß der Nas und au am Auhr.

25
O Büable, Büable, sag, wo thuats der waih?“

Des aber geit koi’ Ghair und Zoicha maih,
Und d Ma’, dia hairt ma fluacha, d Weiber heina.
Doch Jörglesbour, dear schweigt und nimmt da Kleina
Und schwanzt a redle mit der Goißel a.

30
Dear Bua springt ouf und rennt da Flecka na.

Und s thuat am nix! So ischt amôl dui Raß:
Beißt oim a Goul a Gloich a, isch a Gspaß,
Der Schreiner leimts jô na’, und Jörglis Racker
Gôht, öb[6] nix gscheah wär, wieder uff da’n Acker.



  1. Gemeindebrunnen.
  2. Kleid.
  3. Manchmal.
  4. Taschentuch.
  5. Schnauze.
  6. Als ob.