BLKÖ:Oeconomo, Aristides

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Oefner, Friedrich
Band: 21 (1870), ab Seite: 10. (Quelle)
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Oeconomo, Aristides (Porträtmaler in Wien), Zeitgenoß. Ein in Wien lebender und stark beschäftigter Künstler, von griechischer, in Wien ansässiger Familie. Ebenda und, wie es den Anschein hat, an der Akademie der bildenden Künste hat er seine künstlerische Ausbildung erhalten. Im Jahre 1846 trat er in der Ausstellung, welche die kaiserliche Akademie in den Sälen des Polytechnicums veranstaltet hatte, mit mehreren Bildnissen und einem Studienkopfe zum ersten Male vor das Publicum. Seine Arbeiten fanden Beifall, der Künstler wurde bald gesucht, und dieß um so mehr, nachdem er einige bedeutendere und vielgenannte Persönlichkeiten mit sprechender Aehnlichkeit auf die Leinwand hingezaubert. Bald nach Eröffnung der Monats-Ausstellungen im österreichischen Kunstvereine beschickte er dieselben fleißig mit seinen Bildnissen und Studienköpfen, in denen sich eine markige Führung des Pinsels, verbunden mit einer glücklichen Auffassung der gemalten Personen, kundgibt. [11] Außer zahlreichen Bildnissen von Privaten sind besonders anzuführen jene des Fürsten Alfred von Windisch-Grätz, der Kammersängerin Medori, 1854 der Comtessen Helene und Katharina Batthyányi, des Tänzers am kais. Hof-Operntheater Pasquale Borri, 1856 des Generals Grafen Waldstein, 1861 des Malers Joseph Seleny, der Frau Pocchini-Borri, des Feldzeugmeisters Grafen Wimpffen, des Feldmarschall-Lieutenants Johann Grafen Horváth-Tholdy. Von anderen Werken Oeconomo’s sind noch bemerkenswerth sein „Alterthümer“, ausgestellt im Jahre 1860, – sein „Blumenmädchen“ (800 fl.), im Jahre 1861, – „Mädchen mit Früchten“ (259 fl.) im Jahre 1863, und mehrere geistvolle männliche und weibliche Studienköpfe.

Kataloge der Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins seit dem Jahre 1854 bis auf die Gegenwart – Eigene Aufzeichnungen.