BLKÖ:Sedlnitzky, Karl Christoph von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 33 (1877), ab Seite: 292. (Quelle)
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12) Karl Christoph von S. (geb. 1576, gest. 1651). Von der erloschenen Linie der Sedlnitzky auf Maidelberg, Füllnstein u. s. w., ein Sohn des [[BLKÖ:Sedlnitzky, Jaroslav von|Jaroslaus v. S.] und der Anna Nimpsch von Zuserowic. Karl Christoph war Protestant, wie es auch sein Vater gewesen sein dürfte; im Jahre 1619 wurde er von den mährischen Ständen zum Defensor von Mähren und zum Commissär zur Erhebung des Ertrages der weggenommenen Güter bestellt; er war Rath des Winterkönigs, 1620 Commissär in Münzsachen, zur Verfassung der Landesordnung, zur Untersuchung der Kriegsschulden, zum Verkaufe der dem Olmützer Erzbisthum confiscirten Güter, dem Landeshauptmann beigegeben. Er war Deputirter mit dem Unterlandskämmerer Haugwitz und Bevollmächtigter auf dem General-Landtage in Prag. 1620 begleitete er den Winterkönig nach Olmütz und war mit Velen v. Zierotin, Bitschowsky, Pucheim u. A. Commissär bei der Tortur des Peter Johann Sarkander. Im Jahre 1621[WS 1] wurde ihm als Rebellen alles confiscirt, insbesondere Maidelberg und Füllnstein, welches dem Großmeister Erzherzog Karl überlassen wurde. Karl Christoph starb, flüchtig, zu Stettin in der Verbannung. Seine Gemalin war Dorothea von Promnitz, die ihm eine Tochter, Anna Maria, gebar, welche mit Karl Christoph Freiherrn von Zedlitz, Landesältester in Jauer und Schweidnitz, vermält war. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1628.