BLKÖ:Strauß, Johann II. Sohn

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Strauß, Joseph I.
Band: 39 (1879), ab Seite: 344. (Quelle)
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Strauß, Johann II. Sohn (Componist, geb. in Wien 25. October 1825). Da der „Walzerkönig“, welcher durch die Musik seinen Weltruhm begründete, sonderbarer Weise darauf bestand, daß keiner seiner Söhne dieser Kunst sich widmen sollte, so wurde Johann, nachdem er das Gymnasium bei den Schotten, dann das polytechnische Institut besucht hatte, als Praktikant in die Sparcasse gebracht, wo ihn der Schriftsteller Ludwig Scheyrer [Band XXIX, S. 250] in den Rechnungsdienst einführte. Aber das schon frühzeitig entwickelte Talent des [345] Knaben ließ sich nicht ersticken. Hatte doch die Mutter, da der Vater von dem Musikunterrichte der Kinder nichts wissen durfte, ihrem ältesten Sohne heimlich im Hause einen Meister im Violinspiele gehalten und ihn zu dem Domcapellmeister Joseph Drechsler [Bd. III, S. 380] in die Compositionslehre geschickt, so daß er bereits im 12. Jahr einen Walzer in Noten setzte. Daher kam es, daß der Sohn den ihm vom Vater auferlegten Zwang nicht lange ertragen konnte, daß er, von der Schreibstube angewidert und von seiner Mutter unterstützt, worüber dieselbe in volles Zerwürfniß mit ihrem Gatten gerieth, den Dienst in der Sparcasse fahren ließ und Orchesterdirigent wurde, wie sein Vater. Am 15. October 1844 – Johann zählte damals 19 Jahre – trat er bei Dommayer in Hietzing, wo der Vater seine herrlichsten Walzer gegeigt, zum ersten Male mit seiner Capelle auf. Er spielte seine eigenen Compositionen: eine „Quadrille“ und eine „Polka“, die „Gunstwerber-Walzer“ und die „Sinngedicht-Walzer“, welche letzteren er fünfmal wiederholen mußte, und gleichsam als Versöhnungsopfer, dargebracht seinem Vater, gegen dessen Willen er die musikalische Laufbahn betreten, die beliebten „Loreley-Walzer“ desselben, die er dreimal wiederholen mußte. So war der Bann gebrochen und die neue Bahn in hoffnungsvollster Weise erschlossen. Das Publicum brachte dem Sohne dasselbe Wohlwollen entgegen, das es dem Vater schenkte. Als dieser im September 1849 starb, nahm er mit dessen Orchester seine Reisen, die er bereits 1848 mit einem Besuch der Moldau-Walachei eröffnet hatte, wieder auf. 1851 besuchte er Warschau und die größeren Städte Deutschlands. 1855 übernahm er die Direction der Concerte während der Sommersaison in St. Petersburg, welche im Vauxhall zu Pawlowska abgehalten wurden. Dieses unter den glänzendsten Bedingungen abgeschlossene Engagement hielt er durch zehn Jahre ein, welche ihm Geld, Ruhm und Ehren einbrachten. 1862 vermälte er sich mit der einst so beliebten Sängerin Henriette Treffz. Mit dem nächsten Jahre, in welchem er zum k. k. Hofball-Musikdirector ernannt wurde, begann er seltener öffentlich aufzutreten. Bald beschloß er auch die Composition von Tanzmusik – dieselbe hatte die stattliche Opuszahl 375 erreicht – aufzugeben und wendete sich jener der Oper zu, mit welcher er neue Erfolge feierte. Endlich legte er auch seine Stelle als Hofball-Musikdirector nieder und brachte in den ersten Tagen des Februar 1871 seine dreiactige komische Operette „Indigo und die vierzig Räuber“ im Theater an der Wien zur Aufführung. Wien stand damals im Zenith des Actienschwindels und der berüchtigten Bankengründung. Für ein Publicum, dessen ganze Beschäftigung sich in den paar Börsenstunden concentrirte, bildete ein Theaterabend, an welchem Strauß zum ersten Male mit einer großen Composition auftrat, ein Ereigniß. Ueberdies wurde bereits wochenlang zuvor die Reclame in ungeheuerlichster Weise gezüchtet. Unter solchen Umständen war der Erfolg ein durchschlagender, zumal auch die Direction für die Ausstattung alles Denkbare geleistet hatte. Nachdem diese Oper in Wien tagtäglich das Haus gefüllt, über alle großen Bühnen Deutschlands die Runde gemacht, sollte sie durch eine Aufführung in Paris ihre eigentliche Weihe [346] erhalten. Im April 1875 fand diese in dem kleinen Renaissance-Theater statt, und der Zudrang des Publicums war Wochen hindurch ungeachtet der fast fabelhaften Eintrittspreise – ein Fauteuil d’Orchestre wurde mit 80–100 Francs bezahlt – ein ungeheuerer. Am 3. Mai veranstaltete zu Ehren des Tonkünstlers die in Paris lebende österreichisch-ungarische Colonie in Ledoyeu’s Festsälen ein herrliches Banket. Strauß’ nächste größere Werke waren „Carneval in Rom“ (nach Sardou’s „Piccolino“), dann die in Wien am 5. April 1874 zum ersten Mal gegebene Operette „Die Fledermaus“, welche in Berlin über 200 Aufführungen erlebte. Bei der zweihundertsten wurde der Compositeur Gegenstand der sinnigsten Ovationen. So erschien auf der Bühne während der Vorstellung einer der Mitspielenden mit einem schönen Bouquet, das er sorgsam mit den Händen behütete. Auf die Frage eines anderen Mitspielenden nach dem Grunde dieser auffallenden Sorgfalt entgegnete er: „Man trägt heut den Strauß auf Händen“, welches sinnige Impromptu das Publicum mit frenetischem Beifall aufnahm. Als aber dieser Strauß dem Compositeur mit den Worten überreicht wurde: „Den kleinen Strauß dem großen Strauß“, da wollte der Jubel kein Ende nehmen. 1874 gab Johann mit großem Erfolge Concerte in Italien. Im März 1875 trat er mit der Operette „Cagliostro“ hervor, welche sich gleichfalls, wo sie in Scene ging, des höchsten Beifalls erfreute. Am 3. Jänner 1877 aber fand im Wiener Carl-Theater die erste Aufführung der Operette „Prinz Methusalem“ statt, wozu die beiden Franzosen Wilder und Delacour das von Karl Treumann deutsch bearbeitete Original-Libretto geliefert hatten. Während seiner Anwesenheit im Winter 1876/77 in Paris wurde er neuerdings Gegenstand der ehrenvollsten Auszeichnungen. Da er seine Oper „La Tsigane“ in Paris persönlich dirigiren sollte, übersendete er dem Baron Taylor, Präsidenten des Musik-Künstler-Vereins in Paris in einem Schreiben, in welchem er um Aufnahme in den Verein bat, eine Anweisung von Eintausend Francs. Wenige Tage danach fand ihm zu Ehren in der Pariser Oper ein großartiges Fest statt, an welchem über 2000 Personen, darunter die Gemahlin des Marschall-Präsidenten Mac Mahon, die Hannover’sche Königsfamilie, sämmtliche Prinzen und Prinzessinen Orleans und die Koryphäen, der Kunst und Literatur, theilnahmen. Am 24. März d. J. verlieh ihm aber der Marschall-Präsident Mac Mahon auf Vorschlag des Ministers des Aeußern Herzogs Decazes das Ritterkreuz der Ehrenlegion. Um vieles früher, 1870, war Strauß von Seiner Majestät unserem Kaiser mit dem Franz Joseph-Orden ausgezeichnet worden; außerdem wurde er von Sachsen, Preußen, Rußland, Baden, Spanien, Italien und Persien decorirt. Sechzehn Jahre hatte seine Ehe mit Henriette Treffs gewährt, als die Gattin am 8. April 1878 einem Schlaganfall erlag. Schon sieben Wochen später schritt er zu einer zweiten Ehe, mit Angelica Dittrich, einer geborenen Kölnerin, welche sich für die Bühne ausbildete. Was seine musikalische Bedeutung anbelangt, so ist er als Operncomponist noch in Thätigkeit und somit das Urtheil über ihn als solchen nicht abgeschlossen. Dagegen spricht über ihn als Walzer-Compositeur, [347] in welcher Eigenschaft er weit über Vierthalbhundert Werke geschrieben, Eduard Hanslick die bezeichnenden Worte: „Strauß’ Sohn hat sich offenbar einen Act großartiger historischer Vergeltung zum Ziele gesetzt. Als gegen Ende des vorigen Jahrhunderts die Orchestermusik durch systematisch Verflachung des Haydn’schen Styles populär gemacht wurde, gingen die Herren Pleyel [Bd. XXII, S. 436], Vranitzky, Hoffmeister [Bd. IX, S. 179], Gyrowetz [Bd. VI, S. 62] und Rosetti [Band XXVI, S. 250], also die von Riehl „vergötterten“ Philister so weit, die fidelsten Ländler zu Motiven ihrer Symphonien und Quartette zu machen. Johann Strauß scheint diese Schmach seiner Wiener Vorfahren durch Compensation tilgen zu wollen und schmückt seine Walzer mit Motiven, deren Ehrenplatz von rechtswegen die Symphonien neuester Schule wären. Deshalb contrapunctirt, sich selbstverläugnend, unser Walzerkönig; deshalb (um im Style der persischen „Papageienmärchen“ zu sprechen) streicht er mit dem Bogen der Gelehrsamkeit die Saiten der Schwermuth. Ein Feuilletonist äußerte sich jüngst: „Strauß scheint seine neuesten Walzer mehr für den Musenhof zu Weimar als für Wien berechnet zu haben“. In der That bemerkte auch ich in Strauß’ Novitäten jenen scharf prickelnden Duft, den das Wildpret ausströmt, wenn es nach Vergangenheit, und die Musik, wenn sie nach Zukunft riecht. Diejenigen seiner Walzer, welche ohne hervorstechende Originalität wenigstens frisch und natürlich klingen, sind noch immer weit bessere Tanzmusik, als jene gespreizten Themen, deren endlose Perioden sich mit der gesuchtesten Harmonisirung verbinden, um Ohren und Füße in Verwirrung zu bringen. So ist der Anfang der neuesten Walzerpartie: „Die Extravaganten“ (Op. 205) zwar eine altstraußische Reminiscenz aber durch ihren glänzenden Schwung das Beste aus dem ganzen Hefte. Sogleich folgt aber ein langgestreckter, diatonisch aufsteigender Cantus firmus und andere gelehrte Seltenheiten, welche mit Romeo lächelnd zu sagen scheinen: „Wir meinen’s gut, daß wir zum Balle gehen, doch ist es Unverstand“. Nachsichtslos be- und verurtheilt die in Musiksachen maßgebende und sehr geschätzte Fürst Czartoryski’sche „Monatschrift für Theater und Kunst“ [1856, S. 103] Compositionstalent und Compositionen des Geigers Johann Strauß Sohn. Die Opera unter Nummer 69, 216, 338, 339 und 362 konnte ich nicht auffinden.

I. Uebersicht der Compositionen des Johann Strauß Sohn.Sinngedichte“. Op. 1. – „Debut“. Quadrille. Op. 2. – „Herzenslust-Polka“. Op. 3. – „Gunstwerber“. Walzer. Op. 4. – „Serail-Tänze“. Walzer. Op. 5. – „Eytheren-Quadrille“. Op. 6. – „Die jungen Wiener“. Walzer. Op. 7. – „Patrioten-Marsch“. Op. 8. – „Amazonen-Polka“. Op. 9. – „Quadrille“. Nach Motiven der Oper „Der Liebesbrunnen“. Von Balfe Op. 10. – „Faschings-Lieder“. Walzer. Op. 11. – „Jugend-Träume“. Walzer. Op. 12. – „Čechen-Polka“. Op. 13. – „Serben-Quadrille“. Op. 14. – „Sträußchen“. Walzer. Op. 15. – „Elfen-Quadrille“. Op. 16. – „Jux-Polka“. Op. 17. – „Berglieder“. Walzer. Op. 18. – „Dämonen-Quadrille“. Op. 19. – „Austria-Marsch“. Op. 20. – „Lind-Gesänge“. Walzer. Op. 21. – „Die Oesterreicher“. Walzer. Op. 22. – „Pesther Csárdás“. Ungarischer Nationaltanz. Op. 23. – „Zigeunerin-Quadrille“. Op. 24. – „Zeitgeister“. Walzer. Op. 25. – „Fidelen-Polka“. Op. 26. – „Die Sanguiniker“. Walzer. Op. 27. [348] – „Hopser-Polka“. Op. 28. – „Odeon-Quadrille“. Op. 29. – „Die Zillerthaler“. Walzer. Op. 30. – „Quadrille“. Nach den Motiven der Oper „Die Belagerung von Rochelle“. Von Balfe. Op. 31. – „Irenen-Walzer“. Op. 32. – „Alexander-Quadrille“ (Serben-Quadrille Nr. 2, siehe Op. 14). Op. 33. – „Die Jovialen“. Walzer. Op. 34. – „Illustrirte Quadrille“. Op. 25. – „Architekten-Balltänze-Walzer.Op. 36. – „Wilhelminen-Quadrille“. Op. 37. – „Bacchus-Polka“. Op. 38. – „Slaven-Potpourri“. Op. 39. [Unter dieser Opus-Nummer erscheint auch eine Quadrille. Nach Motiven der Oper „Des Teufels Antheil“. Von Auber.) – „Quadrille“. Nach Motiven der Oper „Die Königin von Léon“. Von Boisselot. Op. 40. – „Sänger-Fahrten“. Walzer. Op. 41. – „Wilde Rosen“. Walzer. Op. 42. – „Explosions-Polka“. Op. 43. – „Fest-Quadrille“. Op. 44. – „Ernte-Tänze“. Walzer. Op. 45. – „Martha-Quadrille“. Op. 46. – „Dorfgeschichten“. Walzer im Ländler-Style. Op. 47. – „Seladon-Quadrille“. Op. 48. – „Festmarsch“. Op. 49. – „Klänge aus der Walachei“. Walzer. Op. 50. – „Marien-Quadrille“. Op. 51. – „Freiheits-Lieder“. Walzer. Op. 52. – „Annika-Quadrille“. Op. 53. – „Revolutions-Marsch“. Op. 54. – „Burschenlieder“. Walzer. Op. 55. – „Studenten-Marsch“. Für Militärmusik. Op. 56. – „Ligourianer-Seufzer“. Scherz-Polka. Op. 57. – „Brünner Nationalgarde-Marsch“. Op. 58. – „Quadrille“. Nach Motiven der Oper „Der Blitz“. Von Halevy. Op. 59. – „Geißelhiebe“. Polka Op. 60. – „Neue steirische Tänze“. Op. 61. – „Einheits-Klänge“. Walzer. Op. 62. – „Sanssouci-Quadrille“. Op. 63. – „Phantasie-Bilder“. Walzer. Op. 64. – „Nicolai-Quadrille“. Nach russischen Themen. Op. 65. – „D’Waldbuama“ (Die Waldbuben). Walzer im Ländler-Style. Op. 66. – „Kaiser Franz Joseph-Marsch“. Op. 67. – „Aeols-Töne“. Walzer. Op. 68. – „Die Gemüthlichen“. Walzer. Op. 70. – „Künstler-Quadrille“. Op. 71. – „Scherz-Polka“. Op. 72. – „Frohsinns-Spenden“. Walzer. Op. 73. – „Lava-Ströme“. Walzer. Op. 74. – „Sophien-Quadrille“. Op. 75. – „Attaque-Quadrille“. Op. 76. – „Wiener Garnisons-Marsch“. Op. 77. – „Heiligenstädter Rendez-vous-Polka“. Op. 78. – „Maxing-Tänze“. Op. 79. – „Heski-Holki-Polka“. Op. 80. – „Louisen-Sympathie-Klänge“. Walzer. Op. 81. – „Johannis-Käferln“. Walzer. Op. 82. – „Ottinger Reitermarsch“. Für Cavallerie. Op. 83. – „Warschauer Polka“. Op. 84. – „Heimatskinder“. Walzer. Op. 85. – „Bonvivant-Quadrille“. Op. 86. – „Aurora-Ball-Tänze“. Walzer. Op. 87. – „Slaven-Ball-Quadrille“. Op. 88. – „Hirtenspiele“. Walzer. Op. 89. – „Orakel-Sprüche“. Walzer. Op. 90. – „Hermann-Polka“. Op. 91. – „Maskenfest-Quadrille“. Op. 92. – „Kaiser-Jäger-Marsch“. Op. 93. – „Rhadamantus-Klänge“. Walzer. Op. 94. – „Idyllen“. Walzer. Op. 95. – „Viribus unitis“. Marsch. Op. 96. – „Gambrinus-Tänze“. Walzer. Op. 97. – „Promenade-Quadrille“. Op. 98. – „Frauenkäferln“. Walzer. Op. 99. – „Vöslauer Polka“. Op. 100. – „Mephistos Höllenrufe“. Walzer. Op. 101. – „Albion-Polka“. Op. 102. – „Vivat-Quadrille“. Op. 103. – „Windsor-Klänge“. Walzer. Op. 104. – „Fünf Paragraphe aus dem Walzer-Codex“. Walzer. Op. 105. – „Harmonie-Polka“. Op. 106. – „Großfürsten-Marsch“. Op. 107. – „Die Unzertrennlichen“. Walzer. Op. 108. – „Tête-à-tête-Quadrille“. Op. 109. – „Elektro-magnetische Polka“. Op. 110. – „Blumenfest-Polka“. Op. 111. – „Melodien-Quadrille“. Nach G. Verdi. Op. 112. – „Sachsen-Cürassier-Marsch“. Op. 113. – „Liebeslieder“. Walzer. Op. 114. – „Wiener Jubel-Gruß-Marsch“. Zur Rückkehr des Kaisers Franz Joseph. Op. 115. – „Hofball-Quadrille“. Op. 116. – „Annen-Polka“. Op. 117. – „Lockvögel“. Walzer. Op. 118. – „Volkssänger“. Walzer. Op. 119. – „Nocturne-Quadrille“. Op. 120. – „Zehner-Polka“. Op. 121. – „Indra-Quadrille“. Op. 122. – „Satanella-Quadrille“. Op. 123. – „Satanella-Polka“. Op. 124. – „Phönix-Schwingen“. Walzer. Op. 125. – „Kaiser [349] Franz Joseph I. Rettungs-Jubel-Marsch“. Op. 126. – „Freuden-Gruß-Polka“. Op. 127. – „Solon-Sprüche“. Walzer. Op. 128. – „Motor-Quadrille“. Op. 129. – „Aesculap-Polka“. Op. 130. – „Wiener Punsch-Lieder“. Walzer. Op. 131. – „Veilchen-Polka“. Op. 132. – „Caroussel-Marsch“. Op. 133. – „Tanzi-Bäri-Polka“. Op. 134. – „Bouquet-Quadrille“. Op. 135. – „Vermählungs-Toaste“. Walzer. Op. 136. – „Neuhauser Polka“. Op. 137. – „Pepita-Polka“. Op. 138. – „Kron-Marsch“. Op. 139. – „Knall-Kügerln“. Walzer. Op. 140. – „Wellen und Wogen“. Walzer. Op. 141. – „Wiedersehen-Polka“. Op. 142. – „Schneeglöckchen-Walzer“. Op. 143. – „La Viennoise“. Polka Mazur. Op. 144. – „Bürger-Ball-Polka“. Op. 145. – „Novellen“. Walzer. Op. 146. – „Musen-Polka“. Op. 147. – „Schall-Wellen“. Walzer. Op. 148. – „Erzherzog Wilhelm-Genesungs-Marsch“. Op. 149. – „Ball-G’schichten“. Walzer. Op. 150. – „Elisen-Polka française“. Op. 151. – „Carneval-Spektakel-Quadrille“. Op. 152. – „Nordstern-Quadrille“. Op. 153. – „Myrthen-Kränze“. Walzer. Op. 154. – „Haute Voilée-Polka“. Op. 155. – „Napoleon-Marsch“. Op. 156. – „Nachtfalter“. Walzer. Op. 157. – „Alliance-Marsch“. Op. 158. – „Schnellpost-Polka“. Op. 159. – „Ella-Polka“. Op. 160. – „Panacea-Klänge“. Walzer. Op. 161. – „Souvenir-Polka“. Op. 162. – „Glossen“. Walzer. Op. 163. – „Sirenen-Walzer“. Op. 164. – „Aurora-Polka“. Op. 165. – „Handels-Elite-Quadrille“. Op. 166. – „Man lebt nur einmal“. Walzer. Op. 167. – „Leopoldstädter Polka“. Op. 168. – „Bijouterie-Quadrille“. Op. 169. – „Nachtveilchen-Polka Mazur“. Op. 170. – „Freuden-Salven“. Walzer. Op. 171. – „Gedanken auf den Alpen“. Walzer. Op. 172. – „Marie Taglioni-Polka“. Op. 173. – „Le Papillon“. Polka Mazur. Op. 174. – „Erhöhte Pulse“. Walzer. Op. 175. – „Armen-Ball-Polka“. Op. 176. – „Juristen-Ball-Tänze“. Walzer. Op. 177. – „Sans Souci-Polka“. Op. 178. – „Abschieds-Rufe“. Walzer. Op. 179. – „Libellen“. Walzer. Op. 180. – „Großfürstin Alexandra-Walzer“. Op. 181. – „L’Inconnue“. Polka française. Op. 182. – „Krönungs-Marsch“. Op. 183. – „Krönungs-Lieder“. Walzer. Op. 184. – „Strelna-Terrassen-Quadrille“. Op. 185. – „Demi-Fortune-Polka“. Op. 186. – „Une Bagatelle“. Polka Mazur. Op. 187. – „Herzel-Polka“. Op. 188. – „Paroxismen“. Walzer. Op. 189. – „Etwas Kleines“. Polka française. Op. 190. – „Controversen“. Walzer. Op. 191. – „Wien, mein Sinn“. Walzer. Op. 192. – „Phänomene“. Walzer. Op. 193. – „La Berceuse“. Quadrille. Op. 194. – „Telegraphische Depeschen“. Walzer. Op. 195. – „Olga-Polka“. Op. 196. – „Spleen-Polka“. Op. 197. – „Alexandrinen-Polka“. Op. 198. – „Le beau monde“. Quadrille. Op. 199. – „Souvenir de Nizza“-. Walzer. Op. 200. – „Künstler-Quadrille“. Op. 201. – „L’Enfantillage“. Polka. Op. 202. – „Hellenen-Polka“. Op. 203. – „Vibrationen“. Walzer. Op. 204. – „Die Extravaganten“. Walzer. Op. 205. – „Concordia“. Polka Mazur. Op. 206. – „Cycloiden-Walzer“. Op. 207. – „Jux-Brüder“. Walzer im Ländler-Style. Op. 208. – „Spiralen“. Walzer. Op. 209. – „Abschied von St. Petersburg“. Walzer. Op. 210. – „Champagner-Polka“. Op. 211. – „Fürst Bariatinsky-Marsch“. Op. 212. – „Bonbon-Polka“. Op. 213. – „Tritsch-Tratsch-Polka“. Op. 214. – „Gedankenflug“. Walzer. Op. 215. – „La Favorite“. Polka française. Op. 217. – „Irrlichter“. Walzer. Op. 218. – „Aurora-Ball-Polka française“. Op. 219. – „Deutsche Walzer“. Op. 220. – „Promotionen-Polka“. Op. 221. – „Nachtigall-Polka“. Op. 222. – „Schwungräder“. Walzer. Op. 223. – „Dinorah-Quadrille“. Op. 224. – „Gruß an Wien“. Polka française. Op. 225. – „Der Kobold“. Polka Mazur. Op. 226. – „Reise-Abenteuer“. Walzer. Op. 227. – „Niko-Polka“ (schnell). Op. 228. – „Jäger-Polka française“. Op. 229. – „Kammer-Ball-Polka“. Op. 230. – „Drolerie“. Polka. Op. 231. – „Lebenswecker“. Walzer. Op. 232. – „Sentenzen“. Walzer. Op. 233. – „Accellerationen“. Walzer. Op. 234. – „Immer heiterer!“. Walzer im Ländler-Style. [350] Op. 235. – „Orpheus-Quadrille“. Op. 236. – „Taubenpost“. Polka française. Op. 237. – „Die Pariserin“. Polka française. Op. 238. – „Polka Mazurka champêtre“. Op. 239. – „Maskenzug-Polka française“. Op. 240. – „Phantasie-Blümchen“. Polka-Mazur. Op. 241. – „Bijou-Polka française“. Op. 242. („Hochzeits-Klänge“, Walzer, tragen dieselbe Opuszahl.) – „Romanze“, Nr. 1. D-moll. Op. 243. – „Diabolin-Polka“. Op. 244. – „Thermen-Walzer“. Op. 245. – „Rokon hangok“. Sympathien-Klänge. Polka française. Op. 246. – „Grillenbanner“ Walzer im Ländler-Style. Op. 247. – „Camelien-Polka“. Op. 248. – „Hesperus-Polka“. Op. 249. – „Wahlstimmen“. Walzer. Op. 250. – „Klangfiguren“. Walzer. Op. 251. – „Dividenden“. Walzer. Op. 252. – „Schwärmereien“. Concert-Walzer. Op. 253. – „Neue Melodien-Quadrille“. Nach Motiven aus italienischen Opern. Op. 254. – „St. Petersburg-Quadrille“. Nach russischen Motiven. Op. 255. (Unter derselben Nr. 255 erschien auch „Romanze“, Nr. 2, D-moll). – „Veilchen“. Mazur. Nach russischen Motiven. Op. 256. – „Perpetuum mobile“. Musikalischer Scherz. Op. 257. – „Secunden-Polka française“. Op. 258. – „Chansonnettes-Quadrille“. Nach Motiven französischer Romanzen. Op. 259. – „Furioso-Polka“. Quasi-Galop. Op. 260. – „Die ersten Curen“. Walzer. Op. 261. – „Colonnen“. Walzer. Op. 262. – „Studenten-Polka“. Nach Studenten-Liedern. Op. 263. – „Patronessen-Walzer“. Op. 264. – „Motoren“. Walzer. Op. 265. – „Lucifer“. Schnell. Polka. Op. 266. – „Concurrenzen-Walzer“. Op. 267. – „Wiener Chronik-Walzer“. Op. 268. – „Demolirer-Polka française“. Op. 269. – „Carnevals-Botschafter“. Walzer. Op. 270. – „Blouette-Polka française“. Op. 271. – „Quadrille“. Nach Motiven aus Verdi’s Oper „Un ballo in Maschera“. Op. 272. – „Leitartikel“. Walzer. Op. 273. – „Patrioten-Polka“. Op. 274. – „Lieder-Quadrille“. Nach beliebten Motiven. Op. 275. – „Bauern-Polka française“. Op. 276. – „Invitation à la Polka Mazur“. Op. 277. – „Neues Leben“. Polka française. Op. 278. – „Morgenblätter“. Walzer. Op. 279. – „Juristen-Ball-Polka“ (schnell). Op. 280. – „Vergnügungszug“. Polka (schnell) Op. 281. – „Gutbürgerlich“. Polka française. Op. 282. – „Saison-Quadrille“. Op. 283. – „Deutscher Krieger-Marsch“. Op. 284. – „Studentenlust“. Walzer. Op. 285. – „Patronessen-Polka française“. Op. 286. – „Verbrüderungs-Marsch“. Op. 287. – „Newa-Polka française“. Op. 288. – „Marche persanne“. Op. 289. – „Quadrille“. Sur de airs français. Op. 290. – „’s gibt nur a Kaiserstadt, ’s gibt nur a Wien“. Polka (schnell). Op. 291. – „Aus den Bergen“. Walzer. Op. 292. – „Feuilleton-Walzer“. Op. 293. – „Proceß-Polka“ (schnell). Op. 294. – „Bürgersinn“. Walzer. Op. 295. – „Episode“. Polka française. Op. 296. – „Elektrophor-Polka“ (schnell). Op. 297. – „Hofball-Tänze“. Walzer. Op. 298. – „L’Africaine“. Opéra de Meyerbeer. Quadrille. Op. 299. – „Flugschriften“. Walzer. Op. 300. – „Kreuzfidel“. Polka Op. 301. – „Die Zeitlose“. Polka française. Op. 302. – „Bal champêtre“. Quadrille sur des airs français. Op. 303. – „Kinderspiele“. Polka française. Op. 304. – „Damenspende“. Polka. Op. 305. – „Bürgerweisen“. Walzer. Op. 306. – „Wiener Bonbons“. Walzer. Op. 307. – „Par force“. Schnell-Polka. Op. 308. – „Sylphen-Polka“. Op. 309. – „Tändelei“ Polka Mazur. Op. 310. – „Expreß-Polka“ (schnell). Op. 311. – „Feen-Märchen“. Walzer. Op. 312. – „Wildfeuer“. Polka française. Op. 313. – „An der schönen blauen Donau“. Walzer. Op. 314. – „Lob der Frauen“. Polka Mazurka. Op. 315. – „Künstlerleben“. Walzer. Op. 316. – „Postillon d’amour“. Polka française. Op. 317. – „Telegramme“. Walzer. Op. 318. – „Leichtes Blut“. Polka (schnell). Op. 319. – „Figaro-Polka française“. Op. 320. – „Die Publicisten“. Walzer. Op. 321. – „Stadt und Land“. Polka Mazur. Op. 322. – „Ein Herz ein Sinn” Polka Mazur. Op. 323. – „Unter Donner und Blitz“. Polka Mazur. Op. 324. – „Geschichten aus dem Wienerwald“. Walzer, Op. 325. – „Freikugeln“. Polka [351] (schnell). Op. 326. – „Le premier jour de bonheur“. Opéra d’Auber. Quadrille. Op. 327. – „Sängerlust“. Polka. Op. 328. – „Erinnerungen an Covent-Garden“. Walzer. Op. 329. – „Fata Morgana“. Polka Mazur. Op. 330. – „Illustrationen“. Walzer. Op. 331. – „Éljen a magyar“. Schnell-Polka. Op. 332. – „Wein, Weib und Gesang“. Walzer. Op. 333. – „Königslieder“. Walzer. Op. 334. – „Egyptischer Marsch“. Op. 335. – „Im Krapfenwaldel“. Polka française. Op. 336. – „Von der Börse“ Polka française. Op. 337. – „Freut euch des Lebens“. Walzer. Op. 340. – „Festival-Quadrille“. Nach englischen Motiven. Op. 341. – „Neu-Wien“. Walzer. Op. 342. – „Shawl-Polka“ (Indigo). Op. 343. – „Indigo-Quadrille“. Op. 344. – „Auf freiem Fuße“. Polka (Indigo). Op. 345. – „Tausend und eine Nacht“. Walzer (Indigo). Op. 346. – „Aus der Heimat“. Polka Mazur (Indigo). Op. 347. – „Im Sturmschritt“. Schnell-Polka. Nach Motiven der Operette „Indigo“. Op. 348. – „Indigo-Marsch“. Op. 349. – „Lust’ger Rath“. Polka française. Nach Motiven der Operette „Indigo“. Op. 350. – „Die Bajadere“. Polka (schnell). Nach Motiven der Operette „Indigo“. Op. 351. – „Kaiser Wilhelm-Polonaise“. Im Concert-Styl für großes Orchester. Op. 352. – „Russische Marsch-Phantasie“. Op. 353. – „Wiener Blut“. Walzer. Op. 354. – „Im russischen Dorfe“. Phantasie für Pianoforte. Op. 355. – „Vom Donaustrande“. Polka (schnell). Op. 356. – „Carnevals-Bilder“. Walzer. Op. 357. – „Nimm sie hin!“. Polka française. Op. 358. – „Gruß aus Oesterreich“. Polka Mazur. Op. 359. – „Rotunde-Quadrille“. Op. 360. – „Bei uns z’Haus“. Walzer für Orchester. Op. 361. – „Fledermaus-Quadrille“. Op. 363. – „Wo die Citronen blüh’n“. Walzer für Orchester Op. 364. – „Tik-Tak-Polka“ (schnell). Für Orchester. Op. 365. – „An der Moldau“. Polka française für Orchester. Op. 366. – „Du und Du“. Walzer für Orchester Op. 367. – „Glücklich ist, wer vergißt“. Polka Mazur. Op. 368. – „Cagliostro-Quadrille“. Op. 369. – „Cagliostro-Walzer“. Op. 370. – „Hoch Oesterreich“. Marsch. Nach Motiven der Operette „Cagliostro in Wien“. Op. 371. – „Bitte schön“. Polka française. Nach Motiven der vorgenannten Operette. Op. 372. – „Auf der Jagd“. Schnell-Polka. Nach Motiven vorgenannter Operette Op. 373. – „Licht und Schatten“. Polka Mazur. Nach Motiven vorgenannter Operette Op. 374. – „O schöner Mai!“. Walzer. Nach Motiven der Operette „Prinz Methusalem“. Op. 375. – „Methusalem-Quadrille“. Op. 376. – „I-Tipferl-Polka française“. Op. 377. – „Banditen-Galop“. Polka (schnell). Op. 378. – „Indigo und die vierzig Räuber“. Operette. Clavierauszug. Für Pianoforte allein (ohne Text). Eingerichtet von Richard Genée (Wien, Schreiber), Nr. 1/a „Hier, wo die Palmen“. – Nr. 1/b „Der Bajadere Wahlspruch sei“. – Nr. 2 „Kennt ihr Männer“. – Nr. 3 „Ahnt Mancher wohl“. – Nr. 4 „Ein lustiger Rath zu sein“. – Nr. 5/a „Ja, so singt man nur in Wien“. – Nr. 7/a Bauernlied: „O ihr Thoren, geist’ge Zwerge“. – Nr. 8/a „In des Harems Heiligthume“. – Nr. 9/a „Willkommen sei du Sternennacht“. – Nr. 9/a Räuberlied: „Folget eures Hauptmanns“. – Nr. 10 Ballade: „Wo die Brandung“. – Nr. 11 Ariette: „Nichts kann mich mehr rühren“. – Nr. 12 Duett (Solo und Tenor): „O Fantasca!“. – Nr. 12/a „Von deinem Arm umfangen“. – Nr. 12/b Cantabile und Duett: „Was sich aus dem Blick mag zeigen“. – Nr. 14 Duettino (zwei Tenore): „Nun wohlan!“. – Nr. 16/a. „Laßt frei nun erschallen!“. – Nr. 16/b Recitativ: „Jetzt der mit der Opiumdosis“, und Arie: „Du Schlummersaft mit Zauberkraft“. – Nr. 20 „Ein Bettler zog zu Wald“. – Nr. 210/a „Immer länger, immer weiter“. – „Der Carneval in Rom“. Komische Operette. Clavierauszug (Wien, Schreiber: „Ouverture“. Für Pianoforte zu vier Händen. – „Potpourri“. Für Zither. Arrangirt von Guttmann. – „Ballet“. Für Pianoforte. – „Die Fledermaus“. Operette. Clavierauszug (ohne Text) (Wien, Spina). – „Prinz Methusalem“. Komische Operette (ebd.). Daraus: Couplet: „Das Tipferl auf dem I“ („Es schrieb mit wahrer Meisterschaft“). Für eine Singstimme mit Pianoforte. – Couplet: „Blond muß ’es sein! Schwarz muß es sein“ („Dem Schäfer, der den Frieden liebt“). Für eine Singstimme mit Pianoforte. – Cavatine: „Klar [352] schwebt es mir im Geiste vor“. Für ein Singstimme mit Pianoforte. – Walzer-Duett: „O du, o du mein Ideal“. Für Soli und Alt mit Pianoforte. – „Cagliostro in Wien“. Operette. Clavierauszug. Eingerichtet von Richard Genée (Wien, Schreber). Daraus: Duett: „Ha, welch ein reizendes Gesicht!“. Für Sopran und Tenor. – „Ouverture“. – „Potpourri“. Für Pianoforte zu vier Händen.
II. Quellen zur Biographie. Illustrirte Zeitung (Leipzig, J. J. Weber), 5. October 1878, Nr. 1840: „Opern-Componisten der Neuzeit“. 1. Johann Strauß. [Die ganze Gruppe umfaßt deren sieben; die übrigen sind: 2. Franz von Suppé; – 3. Ignaz Brüll; – 4. Karl Goldmark; – 5. Edmund Kretschmer; – 6. Bernhard Scholz; – 7. Franz von Holstein, † …]. – Ambros, Bunte Blätter (1874), Band II, S. 42 u. f. – Allgemeine Theater-Zeitung. Von Adolph Bäuerle (Wien, 4°.), 1844, Nr. 250; „Erstes Debut des jungen Orchester-Directors Johann Strauß Sohn“. – Dieselbe, 1857, Nr. 213 „Johann und Joseph Strauß“. – Gmundener Wochenblatt (4°.). VI. Jahrgang (1856), Nr. 42: „Skizzen aus Wien. I. Strauß.“ – Wiener Courier. (Wiener Localblatt). 1858, Nr. 48 und 49, im Feuilleton: „Lustige Wiener Fahrten.“ – Neue Wiener Musik-Zeitung. 1858, Nr. 10, S. 39: „Johann und Joseph Strauß.“ – Die Debatte (Wiener politisches Parteiblatt), 1868, Nr. 25, im Feuilleton: „Wiener Chronik. Strauß muß spielen.“ Von Uhl. – Neue Wiener Theater-Post. 1867, Nr. 13 und 14, im Feuilleton: „Künstler und Künstlerinen. Brüder Strauß.“ Skizze von F. Groß. – Neues Wiener Tagblatt, 1870, Nr. 164, in der Rubrik: „Theater und Kunst“. – Wiener pikante Blätter. Herausgegeben von Ignaz Löwy. III. Jahrg. (1878), Nr. 39 u. f., im Aufsatze: „Die Walzerkönige“. – Fremden-Blatt. Von Gustav Heine (Wien, 4°.) 1871, Nr. 43: „Indigo und die vierzig Räuber“. Von Sp(eidel). – Dasselbe, 1875, Nr. 274. – Dasselbe, 1876, Nr. 135, 288 und 356. – Dasselbe, 1877, Nr. 13 und 73. – Neue freie Presse (Wien, kl. Fol.), 1871, Nr. 2306, in der Rubrik: „Wiener Theater“. – Dieselbe, Nummer vom 1. Mai 1875, in der kleinen Chronik: „Strauß in Paris“. – Dieselbe, 1875, Nummer vom 6. Mai: „Strauß in Paris“. – Dieselbe, Nr. 3859: „Musikalische Briefe aus Paris“. Von Eduard Hanslick. – Neue illustrirte Zeitung. Redigirt von Johannes Nordmann (Wien, Zamarski, kl. Fol.). Jahrgang 1873, 1. Bd., Nr. 9: „Die Walzerkönige“. – Das Neue Blatt. (Leipzig, Payne), 1874, Nr. 38. „Der Walzerkönig“. – Conimor. „Ein Ritt durch Wien auf dramatischem Felde“, gedichtet von –.“ Illustrirt von Laci von F(recsai). (Leipzig 1876, E. J. Günther, 8°.), S. 72 und 73.
III. Porträte und Chargen. A. Bildnisse: 1) Unterschrift: Facsimile des Namenszuges: „Joh. Strauß“. Kriehuber (lith.) 1853. (Gedruckt bei J. Höfelich in Wien, Fol. Karl Haslinger’s Verlag). – 2) Unterschrift: Facsimile des Namenszuges wie oben. Kriehuber (lith.) 1855. (Gedruckt bei Joseph Staufs in Wien, Fol., C. Haslinger’s Verlag). – 3) Holzschnitt mit ornamentaler Einrahmung und kleinen Scenen nebst Abdruck des Faschingswalzers: „Die Illustrirten“ in der „Leipziger Illustrirten Zeitung“. LIV. Band, Nr. 1387 (1870), S. 88. – 4) Lithographie in der „Deutschen Musik-Zeitung“ von C. M. Ziehrer, I. Jahrg. (1874), Nr. 16, Zeichnung von Studniczka (?). – 5) Lithographie von MonogrammTMVolume39page352.jpg im „Wiener Salonblatt“. Von M. Engel. VI. Jahrgang (6. März 1875), Nr. 10. – 6) Holzschnitt in Rodenberg’s „Salon“. IX. Band (1871), 2. Heft; – derselbe Holzschnitt auch im „Neuen Blatt“ (Leipzig, Payne), 1874, Nr. 38. – 7) Nach einer Photographie von Schrank und Massak. Auf Holz gezeichnet von Ferdinand Weiß in Berlin. Xylographie von R. Hempel in Wien, In „Illustrirte Plaudereien“. Von F. Schlesinger (Wien, 4°.), 1873, Nr. 46. – 8) Holzschnitt. Zeichnung von A. Schubert. Im „Kaktus“. 1874, Nr. 14. – 9) Holzschnitt von Rusz. Zusammen mit seinem Bruder Eduard. In der „Neuen Illustrirten Zeitung“ (Wien, Zamarski), 1873, Nr. 9. – 10) Holzschnitt. Halbe Figur. Als Orchester-Dirigent die „Olga-Polka“ [353] dirigirend, im „Tritsch-Tratsch“ 1858, Nr. 3, S. 21. – B. Chargen, 1) Im Witz- und Spottblatte „Die Bombe“, 26. Februar 1871, Nr. 8. Von Kollarz. – 2) 12. April 1874, Nr. 15. Von Laci von F.(recsai). – 3) 7. März 1875, Nr. 9: „Cagliostro in Wien“. Von Laci von F.(recsai) [Strauß zwischen Director Steiner und Fräulein Geistinger]. – 4) 7. Jänner 1877, Nr. 1: „Prinz Methusalem“. Von Laci von F.(recsai). – 5) Im Witz- und Spottblatte „Der Floh“, 21. Februar 1869, Nr. 8: „Schani“. Von Klič. – 6) 12. Februar 1871, Beilage zu Nr. 7: „An der Wien am 10. Februar 1871“. Von Klič [Strauß die Geige spielend, als Rattenfänger, dem, die Geistinger an der Spitze, daß ganze Personale des „Indigo“ folgt]. – 7) In den „Humoristischen Blättern“ von Klič, 7. Jänner 1877, Nr. 2: „Johann Strauß“ Von Klič. [Strauß in der Rechten den Tactstock, in der Linken die Geige (als Koloß von Rhodos), mit dem rechten Fuß über Paris, mit dem linken über Wien]. – 8) Im „Kikeriki“, von Berg, 1864, Nr. 8: „Die drei Lieblingsstellungen von Johann Strauß“. – 9) 1866, Nr. 6: „Wenn der Capellmeister Strauß an drei Orten zugleich überall „persönlich“ die Ballmusik dirigiren will“.
IV. Facsimile seiner Notenschrift. „Neue Illustrirte Zeitung“ (Wien, Zamarski), 1873, Nr. 10: Aus „Carneval in Rom“.
V. Zur Charakteristik des Geigenspiels von Johann Strauß Sohn. In geistvollster Weise charakterisier ein „ille ego“ unterzeichneter Musik-Referent der von Vincenti redigirten „Heimat“ in derselben das Geigenspiel unseres Strauß: „Dein kohlschwarzes Kraushaar weht wohlfrisirt im Luftzug; das weithin schattende Dickicht der sorglich gepflegten Favoris thut dasselbe. Eine leichte Verbeugung von seiner Seite, ein Donnerschlag des Beifalls von der unserigen. Stille! Du winkst mit dem Bogen, ein halber Blick schießt rechts, ein halber links aus den Augenwinkeln hervor nach den beiden Flügeln Deines Heeres und vierzig Mann hoch, stürzt sich dieses auswendig in Opus 999 seines Herrn und Meisters. Und wie sie sich hineinstürzen! Der Name eines Jeden endigt auf „ek“, das ist genug gesagt. Und fort geht’s im gefährlichsten Walzertact, über Stock und Stein, Saiten und Steg, unaufhaltsam. Deine düstere Gestalt ragt hoch empor aus dem heiteren Tanzgewühl. Deine Bogenspitze ist überall voraus. Es kommt eine elegische Stelle, da hebt und senkt sich Dein Bogen in langen, weichen Wellenschwingungen, ihm folgt die Hand, der ganze Arm, und schließlich wiegt sich der ganze Johann in seinen Hüften elegisch hin und her. Dann folgt ein rascheres Tempo, der Bogen bekommt einen geheimen Impuls, er nimmt einen gewaltigeren Elan, im Zickzack springt er gewaltsam rechts und links, er hüpft auf und ab, immer rascher, der ganze Mann macht die Bewegung nach, der Mann schlägt mit dem Bogen den Tact und der Bogen seinerseits mit dem Manne. Das Tempo wird stürmisch. Johann Strauß legt sich mit aller Wucht ins Zeug. Du nimmst den Bogen wie der Fechter den Säbel; Du schlägst den Tact nicht mehr, Du haust ihn; mit dem Daumen gibst Du jedem Hiebe den gehörigen Nachdruck, Du schlägst eine regelrechte Terz, dann eine Quart, als stündest Du auf der Mensur, jetzt parirst Du und jetzt holst Du mit aller Kraft aus, Du hast gewiß die Parade Deines Gegners durchhauen. Das ist ja eine in Musik gesetzte Fechtstunde! Doch der Höhepunct kommt erst, der richtige Walzertaumel ist noch nicht erreicht. Plötzlich erstarrt die Bogenspitze in der Luft, ein wilder Blick wird nach rechts, ein ebenso wilder nach links delegirt, dann wirft sich der Kopf des Dirigenten zurück, er reißt die Geige von der Hüfte, in die sie bisher gestemmt gewesen, gleich dem Henkel einer hetrurischen Vase, er legt sie an und stürzt selber an der Spitze seiner Tapfern ins Fortissimo. Nun hüpft und tanzt jede Faser des blassen schwarzen Mannes. Sein Bogen wühlt und rast in den Saiten, sein Ton gellt durch das ganze Rauschen und Schwirren des Ensemble hindurch. Seine Arme fahren aus gleich dem Telegraphen La Chappes. Die Brusttheile des Fracks fliegen weit auseinander, die Schöße fliegen, das goldene Kettchen mit dem Halbdutzend kleiner Orden fliegt, das große blinkende Medaillon öffnet sich und springt erschreckt an seiner Weste auf und ab. Wahrlich, das ist der verkörperte Dreivierteltact, der in einen schwarzen Anzug gefahren ist. Ein rasender Applaus rauscht aus allen Ecken des elektrisirten Saales auf und erstickt die [354] letzten Accorde. Mit einer raschen Wendung, welche halb Verbeugung, halb ein Sprung von der Höhe war, ist Johann Strauß plötzlich vom Pult verschwunden. … Das muß man Dir lassen, Johannes der Zweite, die Inscenirung Deiner Walzer verstehst Du. Classische Ruhe liegt in Deinem Vortrage nicht, dafür aber eine Unruhe, die wahrlich auch classisch ist. … Wann wird man Dich wieder so sehen, König Johannes?“