BLKÖ:Tkadlik, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Tizian
Band: 45 (1882), ab Seite: 204. (Quelle)
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Tkadlik, Franz, siehe: Kadlik, Franz [Bd. X, S. 346]. Zu seiner daselbst enthaltenen Lebensskizze tragen wir noch nach, daß er nach seiner 1817 durch den Grafen Czernin erfolgten Berufung nach Wien die k. k. Akademie der bildenden Künste besuchte und die Jahresausstellungen 1820, 1822 und 1824 fleißig beschickte; so brachte er 1820 eine Reihe von Zeichnungen, als: „Die Bildnisse der Grafen Eugen und Hermann von Czernin“ und „Ludwig von Paar“, ferner eine „Charitas“; – „Drei betende Engel“ und „Abel und Kain opfernd“; 1822 außer der Zeichnung „Ulysses zu den Füssen der Königin Arete“ das Porträt des „Abbé Dobrowsky“ und das Oelgemälde: „Ein Engel lehrt ein Kind beten“, und 1824 nebst einigen Bildnissen die Oelgemälde: „Madonna in Betrachtung des Jesukindes“ und „Der h. Adalbert segnet seinen Vater bei seiner Rückkehr aus Rom“. Von seinen späteren Arbeiten sind auch zu erwähnen eine „Ideale Landschaft“; – „Die Sintflut“ und „Die Berufung des Petrus und Andreas zum Apostelamt“, alle drei aus dem Jahre 1836. Auch ist der Künstler als Lehrer Führich’s bemerkenswerth.

Zu den Quellen sind hinzuzufügen: ('Hormayr’s) Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst (Wien, 4°.) 1822, Nr. 14; 1824, Nr. 66 und 67, S. 350 und 351; 1824, Nr. 105 und 106. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1837, 8°.) Bd. V, S. 374. – Reber (Franz). Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873... (Stuttgart 1876, Meyer und Zellner, gr. 8°.) S. 265 und 438 [bezeichnet den Künstler als den Stifter der sogenannten Nazarenerschule in Prag, welche sich gleichzeitig mit jener durch Luc. von Führich, Leopold Kupelwieser, Jos. von Hempel[WS 1] und Tunner in Wien gebildeten entwickelte]. – Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt und beendigt von Dr. Karl Klunzinger und A. Seubert (Stuttgart 1864, Ebner und Seubert, gr. 8°.) Bd. III, S. 687 [daselbst befindet sich auch sein Monogramm: F. TK.].

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Joh. von Hempel.