BLKÖ:Waldstein, Ernst Joseph Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 52 (1885), ab Seite: 221. (Quelle)
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11. Ernst Joseph Graf (gest. 28. Juni 1708), von der Lomnitzer Linie, ein Sohn des Grafen Ferdinand Ernst aus dessen Ehe mit Eleonore Gräfin Rottal und Neffe des Erzbischofs von Prag Johann Friedrich [s. d. S. 223, Nr. 24], war k. k. wirklicher geheimer Rath, Statthalter in Böhmen, 1692 zweiter Landtagscommissär und zuletzt Oberst-Landhofmeister. Er stiftete das Capucinerkloster in Münchengrätz. Da vor ihm seine beiden Oheime, Franz Augustin bereits 1684 und Karl Ferdinand 1702 das Zeitliche gesegnet hatten und sein Vetter Karl Ernst, des Letzteren Sohn, ohne männliche Erben blieb, so setzte ihn der Erzbischof Johann Friedrich zum Universalerben seines großen Vermögens ein. Ernst Joseph war mit Maria Anna geborenen Rokorzova, Witwe des Grafen Max Joseph Fürstenberg, vermält. Sie gebar ihm außer drei Töchtern die Söhne Johann Joseph und Franz Joseph Octavian, von denen Ersterer diese Linie fortpflanzte. –