BLKÖ:Altmutter, Placidus Jacob

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Altmutter, Franz
Band: 11 (1864), ab Seite: 353. (Quelle)
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Sein Sohn Placidus Jacob[BN 1] (geb. zu Innsbruck in Tirol 25. Juli 1780, gest. bei Schwaz 1819) erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater, dann ging er nach Wien und setzte seine Studien unter Casanova fort, kehrte aber, vom Heimweh getrieben, schon nach zwei Jahren in die Heimat zurück. Er besaß ein bedeutendes Talent, arbeitete in Tusch und Sepia, seltener in Oel, meist Bataillen, Jahrmärkte, Volksscenen, Thierstücke, selten Landschaften und Porträte, für die er weder Geschick noch Neigung zeigte. Seine Volksscenen aber, worin sich der große Reichthum seiner Phantasie abspiegelt und in welcher er den Tiroler [354] Bauer mit einer Wahrheit ohne Gleichen darstellt, sind sehr gesucht, werden gut gezahlt und sind selten. Eine ungeregelte Lebensweise war ihm in seiner Kunst nicht förderlich, und an den Folgen eines unglücklichen Sturzes über die Innbrücke bei Schwaz starb er im Alter von erst 39 Jahren.

Staffler (Joh. Jac.), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen (Innsbruck 1847, Felic. Rauch, 8°.) Bd. I, S. 468.– Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836, Beck, 8°.) S. 139, 145, 150, 329.

Berichtigungen und Nachträge

  1. * Altmutter, Franz und Placidus Jacob, Vater und Sohn (Maler, Franz geb. zu Wien um 1746, gest. zu Innsbruck 24. Jänner 1817; Placidus Jacob geb. ebenda 25. Juli 1780, gest. bei Schwaz durch einen Sturz über die Innbrücke im Jahre 1819).
    Staffler (Johann Jacob), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen (Innsbruck 1847, Felician Rauch, 8°.) Bd. I, S. 468. – Tiroler Bote 1817, Nr. 9. – Tirolisches Künstler-Lexikon oder kurze Lebensbeschreibung jener Künstler, welche geborne Tiroler waren (Innsbruck 1830, Felic. Rauch, 8°.) S. 12. [Bd. 22, S. 462.]