BLKÖ:Gáthy (Gáty), Stephan

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Gastl, Franz de Paula
Nächster>>>
Gáti, Stephan
Band: 5 (1859), ab Seite: 102. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Gáthy (Gáty), Stephan|5|102|}}

Gáthy auch Gáty, Stephan (Ingenieur und Oekonom, geb. zu Hußt in der Marmarosch 1780). Sein Vater war ref. Geistlicher und ließ ihn zu Sziget, Debreczin und Pesth unterrichten. 20 Jahre alt, wurde G. Schullehrer zu O-Szöny im Komorner Comitat, wo er sich in der Musik ausbildete. 1803 kam er wieder nach Pesth und studirte daselbst Geometrie und die Rechte. 1805 nahm er Dienste als Ingenieur-Praktikant im Dominium Tata, 1808 als Amts-Ingenieur in Pápa, 1830 wurde er herrschaftlicher Förster und 1835 Ober-Ingenieur ebendaselbst; auch hat sich G. verdient gemacht bei der Regulirung der Raab und des Marczal. Seine Erfahrungen hat er in mehreren Schriften niedergelegt, u. z.: „Földmérési legujabb rend s müszerfelfedezés stb.“, d. i. Neugeartete und erfundene Werkzeuge bei der Meßkunst, neu bearbeitet unter d. Titel: „A földmérés tudománya“, d. i. Die Wissenschaft der Geometrie (1836); – „Vizszabályozási eszméletek“, d. i. Theorie der Wasserregulirung (1839); – „Víztani terv Buda-Pest árviztőli megmentésére“, d. i. Hydrographischer Plan Pesth-Ofen vor Ueberschwemmungen zu behüten (1840). Sein „Erdészet a haza jelen szükségeihez alkalmazva“, d. i. Die Forstwissenschaft, entsprechend den gegenwärtigen Bedürfnissen des Vaterlandes, ist mit mehreren ökonomischen und geometrischen Werken ungedruckt geblieben. Sein Werk: „A koiából való klavirozásnak mestersége“, d. i. Die Kunst des Klavierspielens aus Noten (1802), das er noch als Schullehrer geschrieben, ist das erste ungar. Werk über diesen Gegenstand. Ueberdies hat G. zahlreiche Abhandlungen in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht, u. z. über die Perspective, die Zubereitung des Spiritus und des Essigs, über Astronomie u. d. m. Die ungar. Akademie hat ihn zu ihrem Mitgliede ernannt.

Ujabb kori ismeretek tára, d. i. Ungar. Conversations-Lexikon der neueren Zeit (Pesth 1850, Heckenast) III. Bd. S. 593. – Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. Ung. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jakob Ferenczy und Jos. Danielik (Pesth 1856, Gust. Emich) S. 152.