BLKÖ:Habsburg, Katharina von Oesterreich (gest. 1323)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 6 (1860), ab Seite: 400. (Quelle)
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153. Katharina von Oesterreich (gest. 1323), Tochter Kaiser Albrecht’s I. [s. d. Nr. 7] aus dessen Ehe mit Elisabeth von Kärnthen [s. d. Nr. 57]. Schwester Leopold’s des Glorreichen [s. d. Nr. 165], Friedrich’s des Schönen [s. d. Nr. 100], Albrecht’s des Lahmen [s. d. Nr. 8], Otto des Fröhlichen u. s. w. Ihr Bruder Leopold verlobte sie zuerst mit Kaiser Heinrich VII., und bereits war sie zum Vollzuge der Ehe nach Italien gereist, als der Kaiser zu Benevent – an Gift – starb. Nun wurde sie 1313 an Karl, Erbprinzen von Neapel und Herzog von Calabrien, vermält. Karl war ein Sohn Robert’s, Königs von Neapel. Nach Einigen war Karl’s Ehe mit Katharina kinderlos, und stammen seine Kinder aus der zweiten Ehe mit Maria von Valois. Nach Anderen wieder wäre aber Katharina Mutter Maria’s und Johanna’s, welch’ letztere jene unglückliche Königin ist, deren meisterhafte Charakteristik Rotteck in seinen kleineren historischen Schriften gegeben hat. Katharina starb in jungen Jahren. Kaiser Heinrich VII., welcher bereits alle Anstalten zu seinem Beilager mit ihr getroffen hatte, ließ ihr zu Ehren – wie Fugger meldet – eine Denkmünze prägen, welche auf einer Seite ihr Bildniß mit der Umschrift: „Catharina Henrici VII. Imp. uxor Alberti Imp. filia“ weist, auf der anderen eine zur Sonne gekehrte Blume, mit der Ueberschrift: „Deorsum nunquam.“ Katharina ist in Neapel bei den Minoriten zu St. Lorenz in der kön. Gruft beigesetzt.

Fugger (J. J.), Spiegel der Ehren des Erzhauses Oesterreich. Sp. 250, 261, 262. – Hübner (Joh.), Genealogische Tabellen ... Tab. 125 und 326 [nach diesen stammen Karl’s Kinder aus dessen zweiter Ehe mit Maria von Valois].