BLKÖ:Habsburg, Sophie (geb. 27. Jänner 1805)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
fertig
Band: 7 (1861), ab Seite: 149. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Sophie Friederike von Bayern in der Wikipedia
GND-Eintrag: 119131382, SeeAlso
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Habsburg, Sophie (geb. 27. Jänner 1805)|7|149|}}

285. Sophie, Erzherzogin von Oesterreich (geb. 27. Jänner 1805). Tochter weiland Sr. Majestät des Königs Maximilian Joseph von Bayern aus dessen zweiter Ehe mit Karoline von Baden. Die Frau Erzherzogin ist seit 4. November 1824 mit dem Erzherzoge Franz Karl von Oesterreich vermält. Aus dieser Ehe stammen folgende Kinder: Franz Joseph (geb. zu Schönbrunn 18. August 1830), der regierende Kaiser; Ferdinand Max (geb. 6. Juli 1832), k. k. Vice-Admiral und Marine-Obercommandant, vermält seit 27. Juli 1857 mit Charlotte, kön. Prinzessin von Belgien (geb. 7. Juni 1840); Karl Ludwig (geb. 30. Juli 1833), Statthalter in Tirol und Vorarlberg, vermält seit 4. November 1856 mit Margaretha, kön. Prinzessin von Sachsen, verwitwet seit 15. September 1858; Maria Anna Karolina (geb. 27. October 1835, gest. 5. Februar 1840), und Ludwig Joseph (geb. 15. Mai 1842), k. k. Oberst. Die Frau Erzherzogin ist Zwillingsschwester von Marie (geb. 27. Jänner 1805), Gemalin Friedrich August’s, Königs von Sachsen, seit 9. August 1854 verwitwet; ferner leibliche Schwester von Elisabeth, Königin von Preußen (geb. 13. November 1801), seit 2. Jänner 1861 verwitwet; von Amalia (geb. 13. Nov. 1801), Gemalin Johann’s, regierenden Königs von Sachsen; und von Ludovica Wilhelmina (geb. 30. August 1808), Gemalin Maximilian Joseph’s, Herzogs in Bayern, Eltern unserer regierenden Kaiserin Elisabeth Eugenia, wornach Erzherzogin Sophie deren Schwiegermutter und Tante zugleich ist; endlich Stiefschwester von Karolina Augusta (geb. 8. Februar 1792), Gemalin des Kaisers Franz I., Witwe seit 2. März 1835, und des Prinzen Karl Theodor, kön. bayerischen Feldmarschalls (geb. 7. Juli 1795), welche beide der ersten Ehe des Königs Maximilian Joseph von Bayern mit Wilhelma Augusta, Prinzessin von Hessen-Darmstadt, entstammen. Die Frau Erzherzogin, oberste Schutzfrau mehrerer Wohlthätigkeitsanstalten, unterstützt und fördert dieselben mit reichen Mitteln. Am 5. November 1849 feierte die erlauchte Frau auf dem Schlosse Schönbrunn die silberne Hochzeit, welcher auch ihre ältere Schwester Elisabeth, Königin von Preußen, beiwohnte, und man wollte wissen, daß bei diesem feierlichen Anlasse die ersten Anknüpfungspuncte zu einer Aussöhnung der beiden mächtigsten deutschen Fürstenhäuser gefunden worden seien, deren freundschaftliche Beziehungen seit den Ereignissen des 1848er Jahres einige Störungen erlitten haben mochten. Die Frau Erzherzogin wird als eine Fürstin von Geist und Charakter, als unternehmend und eingreifend, und in großen Dingen klug und beharrlich geschildert.

Gallerie denkwürdiger Persönlichkeiten der Gegenwart. Nach Originalzeichnungen, Gemälden, Statuen und Medaillen (Leipzig, J. J. Weber, Fol.) S. 78 [nach dieser wäre die Frau Erzherzogin am 23. Jänner 1805 geboren. Tafel LXXXI enthält das Porträt der Erzherzogin zugleich mit dem ihres Gemals, des Erzherzogs Franz Karl]. – Der Ungar. herausgeg. von Hermann Klein (Pesth kl. 4°.) I. Jahrg. (1842), Nr. 267: [150] „Daguerreotypen aus Oesterreich“ [ein Zug aus dem Leben der Erzherzogin; zwölf Jahre später in vielen Journalen des In- und Auslandes nachgedruckt unter dem Titel „Gott wird es an unseren Kindern vergelten“, z. B. im Znaimer Wochenblatt 1854, Nr. 30, im Innsbrucker Tageblatt u. s. w.]. – Oesterreichische National-Encyklopädie, herausgegeben von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°) Bd. V, S. 82. – Männer unserer Zeit. Biographisches Lexikon der Gegenwart (Leipzig 1860, Lorck, 4°.) I. Serie, S. 532 [in der Biographie des Erzherzogs Franz Karl]. – Porträte. 1) Nach Einsle lithogr. von Eybl (Wien, Paterno, gr. Fol.); – 2) nach Kriehuber gest. von Eisner (Leipzig, Hinrichs, 8°.); – 3) lithogr. von Kriehuber (Wien, Spina, Fol.); – 4) lithogr. von Demselben (Wien, Neumann, Fol.).