BLKÖ:Hajnik, Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 7 (1861), ab Seite: 228. (Quelle)
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Hajnik, Karl (Journalist, geb. zu Preßburg 10. December 1806). Sohn des Professors Paul Hajnik [s. d. Folgenden]. Studierte in Pesth und wurde nach abgelegter Advocatursprüfung Vicenotar des Temescher Comitates. 1832 trat er als Stenograph auf und fungirte in dieser Eigenschaft auf den Landtagen von Ungarn und Siebenbürgen, anfänglich bloß aus Liebe zur Sache. Nun wurde er Secretär des Grafen Ludwig Batthyani, gab im Jahre 1848 die Protokolle, Landtagsschreiben und Gesetze des Landtages heraus, und wurde vom ungarischen Ministerium zum Vorstande des Stenographenbureaus ernannt. Als solcher redigirte H. in Gesellschaft mit mehreren Anderen den „Közlöny“, d. i. Oeffentliches Organ; im Jahre 1849 war er eine kurze Zeit hindurch Regierungscommissär in Siebenbürgen. In letzterer Zeit erscheint er in dem großartigen Verlagsgeschäfte von Heckenast mit Redactionssachen beschäftigt, u. z. redigirt er die „Vasárnapi és Hétköznapi könyvtár“, d. i. Sonn- und Werktagsbibliothek. Nach dem Rücktritte des Joh. Török von der Redaction des „Magyar Sajtó“, d. i. Ungarische Presse, hat H. dieselbe übernommen. Als selbstständiges Werk erschien von ihm: „Visszaemlékezések Jelenetek és adomak a magyar eletbol“, d. i. Rückerinnerungen, Scenen und Anekdoten aus dem ung. Leben (Pesth 1856, Landerer und Heckenast, 8°.), worin der Verfasser mit Humor erzählt und ergötzliche Spiegelbilder des magyarischen Constitutionalismus gibt. Die deutschen Journale des Kaiserstaates brachten seiner Zeit Auszüge aus diesem Werke.

Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészitő kötet. Gyüjte Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Theil (Pesth 1858, 8°.) S. 101. – Brünner Zeitung 1856, Nr. 79, 81, 83: „Aus Hajnik’s Memoiren“.